FORMULA 1 VTB RUSSIAN GRAND PRIX 2019
Sochi International Street Circuit
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Ferrari schlägt sich selber – Hamilton siegt in Sochi
Durch eine fragwürdige Absprache, einem Ausfall von Sebastian Vettel und einer Safetycar Phase verlor Ferrari den sicher geglaubten Sieg, den sich Lewis Hamilton im Mercedes mit einer glücklichen Strategie holte. Zweiter wurde Teamkollege Valtteri Bottas vor Charles Leclerc im Ferrari. Max Verstappen, der nach einem Motorwechsel von Position Neun aus ins Rennen gegangen war, wurde im Red Bull Vierter vor Teamkollege Alexander Albon, der von der Box aus gestartet war. Carlos Sainz Jr. wurde im McLaren Sechster vor Sergio Pérez (Racing Point) und Lando Norris im McLaren. Kevin Magnussen, der als Achter vor Norris ins Ziel kam, erhielt eine fünf Sekunden Strafe und wurde als Neunter gewertet. Nico Hülkenberg, der wegen eines verpatzten Boxenstopp viel Zeit verlor, kam im Renault noch als Zehnter ins Ziel. Elfter wurde Lance Stroll im Racing Point vor Toro Rosso Pilot Daniil Kvyat, Kimi Räikkönen (Alfa) und Pierre Gasly (Toro Rosso). Als Letzter kam Antonio Giovinazzi ins Ziel, der im Alfa beim Start Romain Grosjean (Haas) und Daniel Ricciardo (Renault) abräumte. Während Grosjean in der Streckenbegrenzung hängen blieb und das Rennen nach nur wenigen Metern beendet war, kam Ricciardo noch bis zur Runde 24. Dann stelle er seinen Renault mir einem Defekt am Chassis ab. Sebastian Vettel fiel in der 26. Runde mit einem Schaden am Hybrid aus. Eine Runde später krachte Russell in die Streckenbegrenzung und auch der zweite Williams Pilot Robert Kubica musste kurz drauf seinen Boliden mit einem Defekt abstellen. Doppelausfall für Williams, die bis letzte Woche noch ohne einen Ausfall in dieser Saison waren.

Frühstart von Kimi
Das Rennen startete für den Alfa Piloten Kimi Räikkönen zu früh. Da die Rot – Phase länger als gewohnt dauerte, legte der Finne einen Frühstart hin. Zwar bremste er wieder bis zum Stillstand und ließ alle anderen Piloten vorbei ziehen, dennoch wurde er mit einer Durchfahrtstrafe belegt, die er auch kurz darauf absaß. Am Ende landete Kimi auf Platz Dreizehn während sein Teamkollege Giovinazzi als fünfzehnter Letzter wurde.

Blitzstart von Vettel und die seltsame Ferrari - Absprache
Sebastian Vettel legte einen besseren Start hin. Nach nur wenigen Metern ließ er Hamilton hinter sich und kurz vor Kurve Zwei überholte er mit viel Überschuss seinen Teamkollegen Charles Leclerc, der von der Pole aus gestartet war. Dabei profitierte Vettel vom Windschatten, den er wohl laut Ferrari – Absprache von Leclerc erhalten hatte. Dann funkte das Team, das Vettel Leclerc vorbei lassen solle. Doch der Monegasse lag da schon mehr als 1 ½ Sekunden hinter Vettel und der Abstand vergrößerte sich von Runde zu Runde. Lewis Hamilton blieb an Leclerc dran, so dass ein Vorbeilassen für Vettel gefährlich geworden wäre. Während Leclerc wegen der nicht eingehaltenen Absprache am Funk jammerte, meinte Vettel nur, dass er aufschließen soll, wenn er vorbei möchte. Doch der Abstand vergrößerte sich bis zu 5 Sekunden, so dass ein Vorbeilassen nicht möglich war. Dann holte Ferrari Leclerc in der 22. Runde rein, was einem klassischem Undercut gleich kam. Denn Vettel durfte erst vier Runden später rein die Leclerc nutzte, um die Führung zu erlangen. Als Vettel dann hinter dem Monegassen wieder auf die Strecke kam, streikte auch noch sein Ferrari und blieb an einer recht günstigen Stelle stehen. Das Virtuelle Safetycar wurde ausgerufen. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, krachte auch noch George Russell in die Streckenbegrenzung und das richtige Safetycar musste raus. Das nutzten Hamilton und Bottas für einen Boxenstopp, wobei der Brite vor Leclerc blieb. Als dann Ferrari entschied, auch Leclerc noch mal rein zu holen, verlor dieser auch noch den Platz an Bottas, der auch bis zum Ende des Rennens vor dem Ferrari blieb.

Pech für Hülkenberg
Der Renault Pilot Nico Hülkenberg legte ein tolles Rennen mit schönen Überholmanöver hin. Doch als er in der Sechzehnten Runde zum Reifenwechsel rein kam, streikte der Wagenheber und er verlor knapp Sieben Sekunden, die ihm am Ende eine bessere Position gekostet hat.

Rammbock Giovinazzi
Beim Start stellte sich Antonio Giovinazzi nicht clever an. Von Grosjean und Ricciardo wurde der Italiener eingekesselt. Statt sich zurückfallen zu lassen, hielt er drauf und rammte erst Ricciardo und schubste dann Grosjean in die Streckenbegrenzung. Für Grosjean war das Rennen sofort beendet während Ricciardo es noch bis zur 25. Runde versuchte. Doch der Schaden am Renault war zu gravierend. Giovinazzi hingegen konnte weiter fahren und erhielt auch keine Strafe für diese Aktion.

Schnellste Runde
Merkwürdig war, dass Red Bull Max Verstappen nicht kurz vor Rennende rein holte, um die schnellte Rennrunde und somit den Zusatz WM – Punkt zu erobern. Hinter ihm war nur Teamkollege, der sicherlich für Max langsamer gemacht hätte. Aber es kam anders Lewis Hamilton gewann nicht nur das Rennen, sondern holte sich auf den Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde