Formula 1 Pirelli Gran Premio Della Toscana Ferrari 1000 2020
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Hamilton gewinnt den Toscaos Grand Prix
Der große Preis der Toskana, der erstmals im Formel1 Rennkalender seinen Platz fand, hatte sich zu einem Chaos – Rennen entwickelt, mit einem fliegenden Neustart, zwei Rotphasen und jede Menge Schrott. Eines vorweg, glücklicherweise hatte sich kein Fahrer ernsthaft verletzt. Lewis Hamilton konnte den 90. Sieg in seiner Formel1 Karriere einfahren und konnte sich als erster Formel1 Sieger in Mugello in die Statistiken eintragen. Auch die schnellste Rennrunde sicherte sich der Brite. Teamkollege Valtteri Bottas wurde Zweiter vor Red Bull Pilot Alexander Albon, der erstmals aufs Podium fuhr. Kurz vor Rennende lag noch Daniel Ricciardo im Renault auf Podiumskurs, musste aber gegen den Red Bull klein beigeben und wurde am Ende Vierter. Platz Fünf ging an Sergio Pérez im Racing Point vor Lando Norris (McLaren) und dem AlphaTauri Piloten Daniil Kvyat. Charles Leclerc wurde im Ferrari, für dessen 1000. Rennen in der Formel1 dieser Grand Prix veranstaltet wurde, nur Neunter. Jedoch profitierte der Monegasse von der 5 Sekunden Strafe, die Kimi Räikkönen wegen falschem einfahren in die Boxengasse erhielt. Dadurch verlor der Finne im Alfa Platz Acht und tauschte mit Leclerc die Positionen. Zehnter wurde Sebastian Vettel im zweiten Ferrari, der sich gegen Ende des Rennens gegen einen Williams wehren musste. Dieser war George Russell, der knapp an den Punkterängen scheiterte. Als Zwölfter und Letzter kam Romain Grosjean im Haas ins Ziel. Direkt beim Start fielen nach einer Kollision der Sieger des letzten Rennens, Pierre Gasly im AlphaTauri und Mercedesjäger Max Verstappen im Red Bull aus. Beim fliegenden Neustart nach dieser Kollision krachten Carlos Sainz Jr. (McLaren), Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo), Kevin Magnussen (Haas) und Nicholas Latifi (Williams) ineinander und sorgten für eine Rot Phase. Beim folgenden Neustart konnte Esteban Ocon nicht mehr teilnehmen, da an seinem Renault Bremsprobleme ein Weiterfahren unmöglich machte. Lance Stoll krachte in der 42. Runde in die Streckenbegrenzung, nachdem er sich sein linken Hinterreifen wahrscheinlich durch eine Trümmerteil zerstört hatte.

Zu Ehren des 1000. Grand Prix der Scuderia Ferrari wurde dieses Rennen auf dem Autodromo del Mugello als Toskana GP in den Rennkalender 2020 aufgenommen. Auf der Hauseigenen Teststrecke der Sucuderia hatten die Ferrari von Anfang an keine Chance auf eine gute Position. Die Mercedes Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas konnten sich da schon eher berechtigte Hoffnungen auf einen Rennsieg machen. Auch Max Verstappen wurde als Mercedes-Jäger hoch gehandelt. Doch schon in der Einführungsrunde meldete Verstappen Probleme mit seinem Motor, was sich mein Start verheerend auswirken sollte. Vorne konnte sich Bottas gegen Hamilton durchsetzen. Max Verstappen nutzte den Zweikampf der Mercedes und ging noch vor der ersten Kurve an Hamilton fast vorbei. Noch nicht an der besagten ersten Kurve angekommen, wurde der Hölländer plötzlich langsamer und wurde nach hinten Durchgereicht.

Zwei Kollisionen in Turn 2 nach Start
Schon in der zweiten Kurve war das Rennen für Max Verstappen und Pierre Gasly vorbei. Bei der Zufahrt auf die Turn zwei wurde Pierre Gasly zwischen Räikkönen und Grosjean eingekeilt. Pierre Gasly kollidierte mit den links von ihm fahrenden Räikkönen, der darauf hin ins Heck des durchgereichten Red Bull Piloten Max Verstappen krachte. Verstappen und Gasly blieben im Kiesbett stecken und mussten das Rennen vorzeitig beenden. Räikkönen kam zum Wechsel der Nase an die Box und konnte das Rennen fortsetzen. Nur wenige Meter vor diesem Crash ereignete sich fast zeitgleich der zweite Crash. Carlos Sainz und Lance Stroll kollidierten am Ausgang von Turn zwei, wobei dich Sainz mit seinem McLaren auf der Strecke drehte. Sebastian Vettel wollte zuerst links am verunfallten Sainz vorbei fahren, jedoch war dort Kimi Räikkönen und daher entschied er sich, recht vorbei zu kommen. Doch dabei zerstörte er sich am McLaren seinen Frontflügel und musste ebenfalls zur Reparatur an die Box. Sainz konnte erst mal hinter dem Safetycar, der zu Ehren des 1000. Grand Prix für Ferrari rot lackiert war, weiterfahren. Erst in der fünften Runden wurde das Rennen wieder frei gegeben.


Der erste Restart und der Massencrash
In der 5. Runde kam das Safetycar, nach der Bergung der havarierten Boliden wieder rein und gab das Rennen wieder frei. Jedoch wurden die Lichter am Safetycar sehr spät erst ausgeschaltet, so dass Bottas, der in Führung lag, erst in der letzten Kurve hätte gas geben können. Doch er wartete bis zur Ziellinie und beschleunigte erst dann, um seinem Teamkollegen nicht die Gelegenheit zu geben, den Windschatten auf der ersten Geraden auszunutzen. Die Fahrer im hinteren Mittelfeld dachten jedoch, vorne wäre die Rennspeed wieder freigegeben. Einige beschleunigten und bremsten dann schnell wieder ab. Es kam zu einem Ziehharmonika Effekt. Dabei krachten gleich vier Autos ineinander. Antonio Giovinazzi krachte mit voller Geschwindigkeit in das Heck vom Williams Piloten Nicholas Latifi und Kevin Magnussen (Haas). Giovinazzi übersah wohl, dass beide Piloten, die selber schon beschleunigt hatten, wieder hart abbremsen mussten. Carlos Sainz konnte ebenfalls nicht rechtzeitig abbremsen uns krachte in den Alfa von Giovinazzi. Dabei überschlug sich der Alfa fast, kam aber wieder richtig herum auf der Strecke zum stehen. Sainz, Giovinazzi, Magnussen und Latifi mussten das Rennen vorzeitig beenden, blieben jedoch glücklicherweise unverletzt.

Der zweite Restart und Hamiltons Revanche
Das Rennen wurde für knapp 25 Minuten abgebrochen, nachdem das Safetycar das Fahrerfeld ein mal durch die Boxengasse geleitet hatte. Bei der zweiten Durchfahrt blieben alle stehen und die Teams wechselten die Reifen, vor allen bei den Fahrern, die durch das Trümmerfeld gefahren sind. Als das Rennen wieder freigegeben wurde, startete es als stehender Start. Bottas, der immer noch in Führung war, legte einen guten Start hin, wie auch Hamilton. Der klemmte sich jedoch direkt hinter seinem Teamkollegen und nutzte dessen Windschatten auf der langen Zufahrt zu Kurve eins. Kurz vor der Kurve scherte der Weltmeister aus und ging an Bottas Vorbei. Auf Position drei lag der Ferrari Pilot Charles Leclerc, der schon beim ersten Start zauberte und sich diese Position erkämpfen konnte. Doch die Freude über diesen Podiumsplatz hielt nicht lange. Ab der 18, Runde wurde der Ferrari-Pilot mit abbauenden Reifen nach hinten durchgereicht. Erst schnappte sich Srtoll den Monegassen, dann Ricciardo und dann Albon, als Leclerc endlich in der 21. Runde auf die harte Reifenmischung wechselte und sich am Ende des Feldes wieder fand. Zwischenzeitlich erhielten die Mercedes Piloten den Hinweis, die Curbs zu meiden, da die Reifen mehr abbauten, als erhofft.

Der mysteriöse Crash von Stroll
Einen heftigen Abflug legte Lance Stroll hin, der seinen Racing Point massiv zerstörte. In der 42. Runde platze in der schnellsten Kurve der Strecke (Arrabbiata) das linke Hinterrad des Racing Points. Stoll drehte sich quer zur Strecke und krachte fast seitwärts in die Begrenzung. In der Zeitlupe sah man ein großes Stück seines Hinterreifens in der Luft fliegen. Beim Aufprall hatte sich Stroll wohl nicht verletzt. Als der Racing Point geborgen wurde, fing er an zu Brennen und die Marshals versuchten das Auto zu löschen, was aber erst nach einer gefühlten Ewigkeit gelang. Die Bergung dauerte lange und auch die zerstörten Reifenstapel musste wieder aufgebaut werden. Das Rennen wurde erneut abgebrochen und konnte erst nach knapp 17 Minuten wieder gestartet werden.

Der dritte Neustart
Wie auch der zweite Neustart, wurde der Dritte ein Stehender Start. Dieses mal lag Hamilton in Führung und Bottas hatte die Chance auf einen Windschatten vom Teamkollegen. Auf den dritten Platz lag Renault Pilot Daniel Ricciardo, der jedoch beim Start derjenige war, der vom Windschatten Hamiltons fast profitiert hätte. Bottas startete schlecht und wurde von Ricciardo überholt, der auch fast an Hamilton vorbei kam. Doch dieser hielt in der ersten Kurve dagegen und behauptete seine Position vor dem Renault – Piloten. Ricciardo konnte sich nur zwei Runden auf dieser Position halten, wurde dann von Bottas wieder abgefangen. Drei Runden später schnappte sich auch Red Bull Pilot Alexander Albon den Australier, der sich am Ende mit Platz Vier begnügen musste. Weiter hinten fiel auch Ferrari Pilot Charles Leclerc, der im dritten Neustart von Position Zehn startete, gleich zwei Plätze gewann und diese dann auch wieder nur eine Runde später verlor. Doch im Zweikampf mit Romain Grosjean (Haas) erkämpfte sich der Ferrari Pilot wieder einen Platz zurück. Grosjean wurde durchgereicht. Erst Leclerc, dann Vettel, dann sogar der Williams Pilot George Russell, der am Ende sogar druck auf Sebastian Vettel machte. Am Ende reichte es für Russell nur zu Position Elf hinter Vettel. Leclerc wurde zwar Neunter, gewann jedoch wegen einer 5-sekunden Strafe für Kimi Räikkönen eine Position und wurde am Ende als Achter vor Räikkönen gewertet. Vorne lieferten sich Bottas und Hamilton noch einen Kampf um die schnellste Rundenzeit. In der Vorletzten Runde holte sich das Hamilton neben dem Sieg auch den Sonderpunkt die die schnellste Runde. Für Albon war es der erste Podiumsplatz seiner Formel1 Karriere.