Formula 1 Aramco Grosser Preis Der Eifel 2020
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Lewis Hamilton gewinnt den Eifel Grand Prix
Mit 91 Grand Prix Siegen stellte der Weltmeister Lewis Hamilton den Rekord von Michael Schumacher ein. Dessen Sohn, Mick Schumacher verfolgte den Grand Prix vom Alfa Kommandostand aus und sah zu, wie Hamilton vor Max Verstappen (Red Bull) und Daniel Ricciardo (Renault) den Eifel Grand Prix 2020 auf dem Nürburgring gewann. Valtteri Bottas, der von der Poleposition aus ins Rennen ging, konnte seine Führung vorerst erfolgreich verteidigen, schied aber später mit einem Defekt an der Power Unit aus. Sergio Pérez wurde im Racing Point Vierter vor Carlos Sainz Jr im McLaren, dem AlphaTausi Piloten Pierre Gasly und Charles Leclerc im Ferrari. Fahrer des Tages war jedoch Nico Hülkenberg, der am Samstag kurzfristig für den erkrankten Lance Stroll ins Cockpit stieg. Erst im Qualifying konnte Hülkenberg seine ersten Runden drehen und Qualifizierte sich als Letzter. Von Startplatz 20 aus schaffte es Hülkenberg noch in die Punkte. Am Ende war es Platz Acht für den Racing Point Ersatzfahrer. Klasse Leistung der Emmerichers. Hoffentlich schafft er es 2021 wieder als Einsatzfahrer in ein Cockpit. Romain Grosjean wurde im Haas Neunter vor Antonio Giovinazzi, der im Alfa die letzten WM Punkte von Nürburgring einfahren konnte und nun drei Punkte auf dem WM-Konto verbuchen konnte. Sebastian Vettel konnte sein erstes und auch gleichzeitig sein letztes Rennen mit dem Ferrari auf dem Nürburgring mit Position Elf abschließen. Einen Dreher am Anfang des Rennens verhinderte eine Position in den Punkteränge. Sein Ehemaliger Teamkollege Kimi Räikkönen wurde in seinem 326. Rennen Zwölfter. Der Alfa Pilot knackte den Rekord von Rubens Barrichello, der in seinen 19 Jahren in der Formel1 von 1993 bis 2011 an 325 Grand Prix teil nahm. In seinem Rekord Rennen fing sich Räikkönen nach einer Kollision mit George Russell jedoch einen 10 Sekunden Strafe ein. Dreizehnter wurde Kevin Magnussen im Haas vor Nicholas Latifi (Williams) und Daniil Kvyat, der im AlphaTauri Fünfzehnter und Letzter wurde. Lando Norris schied in der 42. Runde mit einem Defekt an der Power Unit aus. Für Alexander Albon war nach einer 5 Sekunden Strafe in der 23. Runde auch das Rennen beendet. Wegen eines Defektes am Red Bull schoben die Mechaniker den Boliden in die Garage. Esteban Ocon schied in Runde 22 mit einem Hydraulikschaden aus. Valtteri Bottas musste seinen Mercedes in Runde 18 abstellen. George Russell wurde in Runde 12 von Kimi Räikkönen regelrecht abgeschossen und musste seinen Williams mit einem Schaden am Chassis und einem Plattfuß abstellen.
Die schnellste Rennrunde legte im letzten Umlauf Max Verstappen mit einer 1:28.139 hin.

Merkwürdig war beim Eifel Grand Prix schon die Planung des Events. Aufgrund der Corona Pandemie mussten viele Rennen abgesagt werden und die FIA suchte nach Rennstrecken, die kurzfristig einspringen konnten. Der Nürburgring war dabei und wurde auf Anfang Oktober terminiert. Dieser Monat ist für ein Rennwochenende auf dem Nürburgring recht ungünstig. Dies merkten die Offiziellen am Freitag, als keines der beiden Trainings gestartet werden konnten. Grund war, dass der Rettungshubschrauber wegen Nebel und Regen nicht hätte starten können. Leidtragender war unter Anderem auch Mick Schumacher, der im Alfa sein Debüt in der Formel1 hätte feiern können. Am Samstag beruhigte sich das Wetter und die Piloten konnten das dritte Freie Training starten. Jedoch nicht alle. Racing Point Pilot Lance Stroll meldete sich mit Magenproblemen krank. Sofort rief der Teamchef seinen Ersatzmann Nico Hülkenberg an, der kurzfristig in das Cockpit des erkrankten Kanadier sprang. Jedoch schaffte er es nicht mehr zum letzten Training, so dass er erst im Qualifying seine ersten Runden im Racing Point auf dem Nürburgring drehen konnte. Jedoch schaffte er es nicht, mindestens einen seiner Neunzehn Fahrerkollegen zu schlagen und startete am Sonntag vom letzten Platz aus ins Rennen. Doch im Rennen steigerte sich Hülkenberg von Runde zu Runde und wurde am Ende sogar noch Achter.
Das Rennen blieb, entgegen der Meldungen der Wetterdienste trocken, jedoch nicht uninteressant. Beim Start setzte Hamilton seinen Teamkollegen Valtteri Bottas unter Druck und hätte ihn in der ersten Kurve überholt. Dabei rutschten beide von der Strecke, konnten jedoch ohne Platzverlust wieder auf die Strecke zurück kommen. In der folgenden Linkskurve konnte Bottas wieder kontern und ließ seinen Teamkollegen hinter sich. Max Verstappen hingegen konnte im Kampf um die Führung nicht eingreifen. Im Gegenteil. Er musste sich gegen Charles Leclerc im Ferrari wehren, bis dieser nach ein paar Runden wegen den abbauenden Reifen langsamer wurde.
Sebastian Vettel, der beim Start fast einen Frühstart hin legte, entging nur knapp einem Ausfall, als er im Kampf um den Zehnten Platz mit Giovinazzi bei der Zufahrt auf die erste Kurve die Spru wechselte und seinen Ferrari verlor. Er drehte sich von der Stecke, konnte aber ohne einzuschlagen das Rennen fortsetzen. Jedoch waren die Reifen hinüber und er wechselte auf die harte Mischung. Teamkollege Leclerc hielt seine Verfolge auf, die am Monegassen nicht vorbei kamen. Nach nur 5 Runden klaffte schon eine 15 Sekunden Lücke zu Platz Drei. Erst in Runde Elf wechselte Leclerc seine Reifen von der weichen Mischung zu den Medium Reifen.
Valtteri Bottas verbremste sich in 13. Runde bei der Einfahrt in die erste Kurve und verlor zum einen seine Führung an Hamilton, und zum anderen den Grip. Mit einem Bremsplatten musste Bottas an die Box. Nur eine Runde später kollidierte Kimi Räikkönen mit George Russell. Räikkönen rutschte mit seinem linken Vorderrad an das rechte Hinterrad des Williams, der abhob und sich von der Strecke drehte. Das Aus für Russell und Räikkönen erhielt eine 10 Sekunden Strafe. Darauf folgte ein Virtuelles Safetycar, was Hamilton, Verstappen und Ricciardo zum Reifenwechsel nutzten. Bottas fiel immer weiter zurück und musste in Runde 17 mit Leistungsverlust an die Box und das Rennen vorzeitig beenden. Somit sanken seine eh schon geringen Chancen auf den WM Titel.
Die Schlussphase des Rennens wurde vom Ausfall von Lando Norris eingeleitet. Mit einem Schaden an der Power Unit stellte er zwar seinen Wagen an einem geeigneten Platz ab, dennoch wurde das Safetycar raus geschickt. Bei niedriger Temperatur und einem langsamen Safetycar hatten die Piloten Probleme, ihre Reifen auf die geforderte Temperatur zu halten. Als dann die überrundeten Piloten sich zurückrunden durften, schimpften Hamilton und Verstappen, da die Überrundeten ihr Reifen ohne Safetycar vor sich auf Temperatur bringen konnten, währen die Führenden mit kalten Reifen in den Neustart gehen mussten. Beim Neustart in der 49. Runde konnte sich Hamilton absetzen, während Verstappen mühe hatte, den Renault von Ricciardo hinter sich zu halten. Dieser musste sich später gegen Perez wehren. Während Hamilton dem Sieg entgegen fuhr und in der vorsetzten Runde die Bestzeit markierte, schlug der Niederländer zu und holte sich mit einer 1:28.139 die Bestzeit, die nur sechs Tausendstel schneller war, als die des Mercedes Piloten.