- Rennen: 1. Platz – 1:40:31.402
Ich hatte an diesem Wochenende eine richtig gute Pace. Das Auto fühlte sich vom Start bis ins Ziel sehr stark an – es war wie Tag und Nacht im Vergleich zum letzten Jahr. Ich hatte einen guten Start, aber der Weg bis zur ersten Kurve ist sehr weit. So waren alle in meinem Windschatten. Die Bremsscheibe am rechten Vorderrad war auf der Einführungsrunde verglast und ich konnte das nicht beheben. Ich dachte, dass es vielleicht okay wäre. Aber als ich bremste, blockierte sie, als sie heißer wurde. Deshalb pflügte ich durch das Gras. Ich hatte Glück, dass ich durchkam und auf der anderen Seite der Strecke weiterfahren konnte. Danach hatte ich einen schlimmen Bremsplatten, und zwar einen richtig fetten. Aufgrund der Vibrationen konnte ich kaum das Ende der Geraden erkennen. Ich wusste wirklich nicht, ob das meine Aufhängung durchhalten würde. Ich hatte echt Glück, dass ich meinen Reifen dabei nicht zerstört habe oder zu einem frühen Stopp hereinkommen musste. Zum Glück bekam ich es unter Kontrolle und konnte schon recht früh etwas Gas rausnehmen. Es ist schon verrückt, dass ich jetzt 51 Siege habe. Schade, dass diese Ergebnisse erst so spät in der Saison eintreten – vielleicht sogar zu spät. Ich könnte jetzt zurückblicken und sagen: Wenn Malaysia nicht gewesen wäre, würde ich mich jetzt in einer anderen Situation befinden. Aber so ist der Rennsport eben. Ich kann nur mein Bestes geben und hoffen, dass es so läuft wie an den vergangenen beiden Wochenenden. Die Geschichte zeigt, dass es nie zu spät ist. Deswegen greife ich weiter an und gebe alles, um Wochenenden wie dieses zu wiederholen. Ich hatte hier noch zuvor nie gewonnen und es ist ein großartiges Gefühl, vor dieser riesigen Menschenmenge zu stehen. Jetzt konzentriere ich mich aber voll auf Brasilien. Dort habe ich ebenfalls noch nie gewonnen. Wenn ich aber diese Performance in das nächste Rennwochenende mitnehmen kann, befinde ich mich in einer guten Position. Ich denke, solange ich das Gefühl habe, dass ich in den letzten Rennen mein Bestes gegeben habe, kann ich mit dem Saisonende zufrieden sein.