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Doppelsieg für Ferrari! Doppelausfall für Mercedes!<BR> Doppel-Rambo Montoya und Sato!

Nürburg | 30.05.2004 12:00 UTC
Bericht
Nach dem Ausfall beim großen Preis von Monaco vor sieben Tagen, als ihn Montoya ins Heck fuhr, gewann Michael Schumacher das Eifelrennen wieder einmal souverän vor seinem Teamkollegen Rubens Barrichello. Jenson Button im BAR erreichte zum fünften mal in dieser Saison mit seinem dritten, dritten Platz das Podium. Jarno Trulli, der Sieger von Monaco, wurde mit seinem Renault vierter vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso. Giancarlo Fisichella (Sauber) erreichte mit Platz sechs seine beste Position in dieser Saison. Der Jaguar – Pilot Mark Webber erreichte mit dem siebten Platz ebenfalls seine persönlich beste Position in der Saison 2004. Rambo Montoya erreichte Platz Acht und kassierte somit den letzten WM – Punkt ein. Zuvor schoss Montoya direkt nach dem Start seinen Teamkollegen Ralf Schumacher ab, als es in die erste Kurve ging.
Nick Heidfeld erreichte im Sauber einen guten zehnten Platz.
Takuma Sato, in der Runde 45 auf Platz drei liegend, wollte am Ende der Start – Ziel Graden Rubens Barrichello etwas optimistisch zu überholen. Das Endete mit einer Kollision, wobei Rubens Barrichello fast ohne Blessuren davon kam. Im Gegensatz zum Japaner, der eine Runde Später an die Box musste, um sich einen neuen Frontflügel zu holen. Als er dann hinter seinem Teamkollegen Jenson Button auf die Strecke kam, Platzte eine Runde später sein Motor und seine Träume auf den ersten Podestplatz.
Weitere Träume Platzen mit den Motoren von McLaren Mercedes. Kimi Räikkönen, sowie auch der Schotte David Coulthard mussten ihre Silberpfeile frühzeitig, in vielversprechenden Positionen abstellen.
Am Start in der ersten Reihe erstmals ein Japaner. Takuma Sato qualifizierte sich am Samstag für den zweiten Platz hinter Michael Schumacher. Dahinter der Blitzstarter und Gewinner vom großen Preis von Monaco, Jarno Trulli, neben dem Vizeweltmeister Kimi Räikkönen.
Juan Pablo Montoya startete von Platz acht, Ralf Schumacher von Platz neun aus.
Dann der Start. Michael Schumacher kam sehr gut weg und konnte sich gegen Sato und Trulli behaupten. Als es dann zur ersten Kurve kam, verbremste sich Montoya und rutschte fast seinem Freund Barrichello ins Heck. Jedoch kollidierte er mit seinem Teamkollegen Ralf Schumacher, der dann mit gebrochener rechten Radaufhängung in die Auslaufzone rutschte. Dabei nahm er noch Cristiano da Matta (Toyota) mit. Dieses Rambo – Manöver muss irgendwann man gerügt werden, doch was passierte .... nichts.
Kimi Räikkönen hingegen konnte sich nach vorne mogeln und setzte sich auf den zweiten Platz fest. In den nächsten Runden hielt der Finne seine Verfolger auf.
In der Runde 8 kam dann Michael Schumacher an die Box, und Kimi Räikkönen übernahm die Führung. Jedoch hielt die Führung nur eine Runde lang, da auch der Finne an die Box musste. Fernando Alonso übernahm nun die Führung, jedoch wieder nur eine Runde lang, da auch der Spanier an die Box musste. Als dann Takuma Sato die Führung übernahm, platzte neben dem Motor von Räikkönen auch der Motor der McLaren. Das Aus in der 10. Runde für den Finnen.
In der 14. Runde dann ein Verbremser von Fernando Alonso, der ihm sicherlich viele punkte, wenn nicht sogar ein Podium Platz gekostet hatte. Er viel vier Plätze zurück und sah sich hinter seinem Teamkollegen Jarno Trulli wieder.
Jenson Button machte mit einem phantastischem Überholmanöver auf sich aufmerksam. In der 19. Runde überholte der Brite den Schotten David Coulthard.
Giancarlo Fisichella brauchte 24 Runden, bis er als Letzter an die Box musste. Mit dieser Strategie konnte sich der Sauber – Pilot von der letzten Startreihe in die Punkte fahren.
Dann die schwarze Runde für alle McLaren – Fans. Der Motor von David Coulthard platzte, wie auch der Motor von Räikkönen zuvor. Wieder mal ein Doppelausfall für McLaren. Nach Brasilien und Monaco der dritte.
Christian Klien, der Österreicher im Diensten des Jaguars – Rennstall, zeigte der Formel 1 – Gemeinde sein Talent. Mit einem unterlegenem Jaguar schaffte er es, sich eine Runde lang gegen die Attacken von Juan – Pablo Montoya mit tollen Fahrmanövern zu wehren. Erst auf der Start – Zielgraden musste dieser sich dem Kolumbianer und dem schnellerem BMW geschlagen geben.
In der 45. Runde versuchte dann Takuma Sato (BAR) , an Rubens Barrichello vorbei zu gehen. Eine Runde zuvor kam Sato nach seinem Boxenstopp kurz hinter dem Brasilianer auf die Strecke als dritter zurück. Statt sich mit dem gewonnenen Podestlatz zufrieden zu geben, holte der Japaner die Brechstange raus und hebelte fast Rubens Barrichello von der Strecke. Jedoch prallte der BAR nur am Ferrari ab. Dabei verlor Sato einen Teil seines Frontflügels und musste an die Box kommen. Kaum wieder auf die Strecke zurück, platzte ihm, auch auf dem Nürburgring der Motor, was den zweiten Ausfall in Folge für den Japaner bedeutete.
13 Runden vor Ende des Rennens kassierte Pantano noch eine Strafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse.
Auch Christian Klien wurde noch gegen Ende der Rennens straffällig. Er blockierte beim Überrunden und wird wohl seine Strafe in Kanada absitzen.
Am Ende gewann man wieder, und das zum sechsten mal in dieser Saison, Michael Schumacher. Rubens Barrichello belegte zum vierten mal den Rang zwei und ist der Fahrer mit den meisten Rennrunden in dieser Saison und neben Jarno Trulli und Jenson Button die Fahrer, die noch nie in 2004 ausgefallen sind.
Nur so nebenbei: Kimi Räikkönen hält mit 5 Ausfällen in sieben Rennen den Saison – Rekord.
Dritter wurde Jenson Button im BAR, der nun schon fünf mal in dieser Saison auf dem Treppchen stand. Jarno Trulli wurde nach seinem Sieg in Monaco vierter vor seinem Renault – Teamkollegen Fernando Alonso. Platz 6 ging an Giancarlo Fisichella, der mit seinem Sauber von der Letzten Reihe aus gestartet war. Mark Webber kassierte für Platz 7 zwei WM – Punkte. Juan Pablo Montoya kassierte statt einer Strafe für sein Fahrfehler in der ersten Runde einen WM – Punkt. Neunter wurde Felipe Massa (Sauber) vor Nick Heidfeld (Jordan).
Elfter wurde Oliver Panis (Toyota) vor Christian Klien (Jaguar).
Giorgio Pantano erreichte im Jordan Platz Dreizehn von den Minardi Piloten Gianmaria Bruni und Zsolt Baumgartner.
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 1 0 1:32:35.101 – 1:29.468 0 10
2 7 +5 +17.989 +17.989 1:30.101 0 8
3 5 +2 +22.533 +4.544 1:30.457 0 6
4 3 -1 +53.673 +31.140 1:31.131 0 5
5 6 +1 +1:00.987 – 1:31.065 0 4
6 19 +13 +1:13.448 – 1:31.413 0 3
7 14 +7 +1:16.206 – 1:31.893 0 2
8 8 0 +1 Runde – 1:31.424 0 1
9 16 +7 +1 Runde – 1:32.729 0 0
10 13 +3 +1 Runde – 1:32.121 0 0
11 10 -1 +1 Runde – 1:32.506 0 0
12 13 +1 +1 Runde – 1:32.804 0 0
13 15 +2 +2 Runden – 1:32.772 0 0
14 20 +6 +3 Runden – 1:35.555 0 0
15 17 +2 +3 Runden – 1:34.666 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
48 2 A Motorschaden 1:30.004 0
26 18 A Motorschaden 1:32.337 0
10 4 A Motorschaden 1:31.670 0
1 9 A Unfall - 0
1 11 A Unfall - 0
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