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Japan
Japan Race

Sebastian Vettel ist jüngster Doppelweltmeister. Button siegt in Japan.

Suzuka | 09.10.2011 06:00 UTC
Bericht
Es gab viel zu feiern in Japan! Jenson Button (McLaren Mercedes)feierte sein Sieg vor Fernando Alonso (Ferrari) und dem neuen zweifachen Weltmeister Sebastian Vettel (Red Bull Racing). Herzlichen Glückwunsch zum 2. Titel für den jünsten Doppelweltmeister aller Zeiten,
S E B A S T I A N *** V E T T E L !
Vierter im Rennen wurde Mark Webber (Red Bull) vor Lewis Hamilton (McLaren Mercedes), Michael Schumacher (MercedesGP) und Felipe Massa (Ferrari). Sergio Pérez (Sauber F1) wurde Achter vor Vitaly Petrov (Lotus – Renault) und Nico Rosberg (MercedesGP), der als 23. gestartet war und als Zehnter einen WM – Punkt holte. Adrian Sutil ging im Force India als Elfter leer aus. Zwölfter wurde sein Teamkollege Paul di Resta vor Kamui Kobayashi (Sauber), Pastor Maldonado (Williams), Jaime Alguersuari (Toro Rosso), Bruno Senna (Lotus Renault) und Rubens Barrichello im Williams. Im Kampf um die „Kleinen“ konnte sich als Achtzehnter Heikki Kovalainen im Team Lotus vor seinem Teamkollegen Jarno Trulli, den Virgins von Timo Glock und Jerome D'Ambrosio und den HRT Piloten Daniel Ricciardo und Vitantonio Liuzzi durchsetzen. Einzig Toro Rosso Pilot Sebastien Buemi musste das Rennen vorzeitig beenden. Er verlor in der 12. Runde auf Platz Neun liegend sein rechtes Vorderrad.
Formel1de.com - Jenson Button gewinnt in Suzuka vor Fernando Alonso und Sebastian Vettel.

Sebastian ist Weltmeister, kann jedoch den Rekord von Michael Schumacher - 13 Siege in einer Saison - erst Mal nicht brechen, da Jenson Button in Japan triumphierte.

Der Große Preis von Japan …

… fing schon kurios an. Die FIA korrigierte eine Fehler in der Startaufstellung. Zuerst wurde Kamui Kobayashi im Sauber nach dem Qualiying auf Startplatz Zehn hinter Michael Schumacher (MercedesGP) und den Lotus Renault Piloten Bruno Senna und Vitaly Petrov gewertet. Ausgegangen waren die FIA - Verantwortlichen davon, dass alle vier Piloten keine schnelle Runde hingelegt hatten, aber zwei Runden auf der Strecke waren. Demnach wurden die Piloten nach den Startnummern, die jeder Fahrer am Anfang der Saison erhält, aufgestellt. Also Schumacher (Startnummer 7) vor Senna (9), Petrov (10) und Kobayashi (16). Da jedoch Kobayashi als einziger eine schnelle Runde begann, jedoch abbrach, wurde der Japaner nach Protesten vom Sauber Teammanager Beat Zehnder, der das Regelwerk studierte und Recht bekam, auf den Siebten Startplatz versetzt. Somit rutschen die drei verbliebenen Piloten je eine Position zurück. Schumacher startete demnach von Startplatz Acht, vor Bruno Senna und Vitaly Petrov. Hoffentlich hat dieses absichtliche Aussetzen in Q3 bald ein Ende und die FIA findet eine Regelung, damit die Fahrer wenigstens eine gezeitete Runde fahren müssen und nicht, wie zur Zeit üblich, die Teams Reifen mit diesem „Verkürzten“ Q3 Reifen sparen. Sicher wäre es sinnvoll, wenn die Fahrer, die sich für Q3 Qualifizieren, einen Reifensatz zusätzlich erhalten würden.

Die Startaufstellung
Sebastian Vettel (Red Bull) startete von der Poleposition vor Jenson Button, der im McLaren nur noch eine WM-Chance hätte, wenn Vettel in den verbliebenen fünf Rennen keinen Punkt holen und er selber alle Rennen gewinnen würde. In Reihe Zwei standen die Dauerkontrahenten Lewis Hamilton (McLaren Mercedes) und Felipe Massa (Ferrari), die sich auch in diesem Rennen sehr nahe kamen. Startreihe Drei ging an Fernando Alonso (Ferrari) und Mark Webber (Red Bull). Dahinter Kamui Kobayashi (Sauber), Michael Schumacher (MercedesGP) und die Lotus Renault Piloten Bruno Senna und Vitaly Petrov. Adrian Sutil startete im Force India von Position Elf, Timo Glock (Virgin Racing) von Einundzwanzig und MergedesGP Pilot Nico Rosberg, nach Hydraulikproblemen im Qualifying von Startplatz Dreiundzwanzig.

Der Start

Jenson Button kam am besten weg und setzte sich nach wenigen Metern rechts neben Sebastian Vettel, der immer mehr in seine Richtung abdriftete und den Briten fast von der Strecke drängte. Dem McLaren Piloten blieb, um eine fatale Kollision zu vermeiden, nichts anderes übrig, als vom Gas zu gehen und Vettel fahren zu lassen. Nutznießer war Lewis Hamilton, der seinen Teamkollegen Jenson Button überholen konnte und hinter Vettel als Zweiter in die erste Kurve ging. Nach dem Rennen kam es wegen dieser Aktion zur Diskussion zwischen den Kontrahenten, wobei Vettel meinte, Jenson nicht gesehen zu haben. Auch die Rennkommissare sahen das ähnlich und verhängten gegen den Weltmeister keine Strafe.
Der Lokalmatador Kamui Kobayashi (Sauber F1), der grade erst drei Startplätze geschenkt bekam, verschlief den Start komplett und wurde direkt von fünf Kontrahenten kassiert.

Buemi hat ein Rad ab
Für Sebastien Buemi, der von Startplatz Fünfzehn aus ins Rennen ging und sich bis auf Platz Neun vorarbeitet, musste seinen Boliden eine Runde nach seinem Boxenstopp abstellen. Sein rechtes Vorderrad war beim Stopp nicht korrekt befestigt worden und fiel ab. Zum Glück bemerkte Buemi das lockere Rad frühzeitig, konnte seinen Toro Rosso neben der Strecke abstellen. Noch beim Ausrollen löste sich dann sein Rad und blieb nur wenige Meter später liegen. Dies war der einzige Ausfall in diesem Rennen.

Der Boxenkampf

Das Rennen wurde durch die Boxenstrategie und durch die reifenschonende Fahrweise Jenson Button's entschieden. Zunächst meldete Sebastian Vettel in der 10. Runde Übersteuern seines Red Bull, was ihn an die Box zum Reifenwechsel zwang. Zwar dauerte Vettels Stopp verhältnismäßig lange, dennoch reichte es, um nach Button's ersten Stopp eine Runde später vor dem Briten zu bleiben. Wieder zehn Runden später musste der Heppenheimer erneut an die Box. Dieses Mal war der Stopp gewohnt schnell. Button kam, wie auch beim ersten Stopp, eine Runde nach dem Red Bull Piloten an die Box. Jedoch konnte der Brite in dieser einen Runde so schnell fahren, dass er vor Vettel wieder auf die Strecke kam. Auch nach einem Neustart nach einer Safetycarphase – Trümmerteile von den Kollisionen Hamilton/Massa und Webber/Schumacher wurden entfernt – blieb der McLaren Pilot vorne und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Beim letzten Stopp verlor Vettel auch noch seinen zweiten Platz an Fernando Alonso (Ferrari) und kam als Dritter ins Ziel.

Dauerkampf Hamilton vs. Massa
Nach der Kollision vor zwei Wochen in Singapur kamen sich Lewis Hamilton und Felipe Massa erneut zu nahe. In der 22. Runde wollte der Brasilianer am Briten links vorbei. Jedoch drängte Hamilton den Ferrari ab und verursachte eine Kollision. Dabei flog ein Teil des Frontflügels Massa's Ferrari ab. Seltsamer Weise reagierten die Rennkommissare nicht und verhängten keine Strafe. Hier muss dringend ein Machtwort gesprochen werden, damit es in zwei Wochen in Korea nicht wieder zur Kollision der beiden Piloten kommt.
Auch zwischen Michael Schumacher und Mark Webber krachte es, als Webber Schumacher überholen wollte. Auch hier wurde keine Strafe gegen einen der Kontrahenten ausgesprochen.

Button siegt in Japan, Vettel gewinnt die WM

Selten hat man einen Drittplatzierten glücklicher gesehen, als Sebastian Vettel beim Großen Preis von Japan. Zwar war Vettel wegen des verlorenen Sieges ein wenig geknickt, jedoch überwogt die Freude über die gewonnene Weltmeisterschaft. Nun kämpfen die Piloten Jenson Button, Fernando Alonso, Mark Webber und Lewis Hamilton um den Vizemeister – Titel.
Das Rennen gewann Jenson Button, wobei ihm seine reifenschonende Fahrweise in die Karten spielte. Möglicherweise war auch sein Sprit ausgegangen, denn kurz nach der Ziellinie stellt der Sieger am Boxenausgang seinen McLaren ab. Fernando Alonso wurde mit nur 1,160 Sekunden Rückstand Zweiter vor Sebastian Vettel, der nur zwei Sekunden hinter dem Sieger die Ziellinie überquerte. Mark Webber (Red Bull) wurde Vierter vor Lewis Hamilton (McLaren Mercedes) und Michael Schumacher (MercedesGP), der sogar vor Ferrari Pilot Felipe Massa das Ziel erreichte. Sergio Perez (Sauber F1 Team) wurde Achter vor Vitaly Petrov (Lotus Renault) und Nico Rosberg, der als Vorletzter gestartet war und noch einen WM – Punkt holte. Leer aus ging Adrian Sutil (11.Platz), der vor seinem Teamkollegen Di Resta, Lokalmatador Kamui Kobayashi, Pastor Maldonado, Jaime Alguersuari und Bruno Senna ins Ziel kam. Ohne überrundet zu werden, schafften es beide Team Lotus Piloten Heikki Kovalainen und Jarno Trulli ins Ziel. Timo Glock (Virgin), D'Ambrosio (Virgin) und Daniel Ricciardo (HRT) beendeten mit zwei Runden Rückstand ihr Rennen. Vitantonio Liuzzi, der im HRT Letzter und Dreiundzwanzigster wurde, hatte am Ende ganze drei Runden Rückstand. Als Einziger Ausfall des Rennens musste die Formel 1 den Ausfall von Sebastien Buemi verzeichnen, dessen rechtes Vorderrad sich von Toro Rosso löste.

... von Stephan Gerasch [formel1de.com]
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 2 +1 1:30:53.427 – 1:36.568 0 25
2 5 +3 + + 1.160 – 1:36.682 0 18
3 1 -2 + + 2.006 – 1:36.916 0 15
4 6 +2 + + 8.071 – 1:36.828 0 12
5 3 -2 + + 24.268 – 1:37.645 0 10
6 8 +2 + + 27.120 – 1:37.916 0 8
7 4 -3 + + 28.240 – 1:37.800 0 6
8 17 +9 + + 39.377 – 1:36.569 0 4
9 10 +1 + + 42.607 – 1:37.053 0 2
10 23 +13 + + 44.322 – 1:36.614 0 1
11 11 0 + + 54.447 – 1:38.133 0 0
12 12 0 + + 1:02.326 – 1:37.970 0 0
13 7 -6 + + 1:03.705 – 1:39.724 0 0
14 14 0 + + 1:04.194 – 1:37.645 0 0
15 16 +1 + + 1:06.623 – 1:37.411 0 0
16 9 -7 + + 1:12.628 – 1:38.407 0 0
17 13 -4 + + 1:14.191 – 1:39.080 0 0
18 18 0 + + 1:27.824 – 1:39.297 0 0
19 19 0 + + 1:36.140 – 1:39.561 0 0
20 21 +1 + + 2 Runden – 1:41.704 0 0
21 20 -1 + + 2 Runden – 1:41.794 0 0
22 22 0 + + 2 Runden – 1:41.437 0 0
23 24 +1 + + 3 Runden – 1:42.409 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
12 15 A Ausgeschieden 1:42.107 0
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