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China
China Race

Sternstunde für Nico Rosberg im Mercedes. Erster Sieg nach 110 Rennen

Shanghai | 15.04.2012 07:00 UTC
Bericht
Nach 110 Rennen ohne einen Sieg gewann Mercedes GP Pilot Nico Rosberg bei seinem 111. Grand Prix in China mit einer überragenden Leistung vor Jenson Button McLaren Mercedes und dessen Teamkollegen Lewis Hamilton. Mark Webber wurde im Red Bull Vierter vor Teamkollege Sebastian Vettel und dem Renault – Piloten Romain Grosjean. Bruno Senna (Williams) wurde Siebter vor Teamkollege Pastor Maldonado und Fernando Alonso (Ferrari). Sauber - Pilot Kamui Kobayashi holte sich den letzten WM – Punkt, während sein Teamkollege Sergio Perez auf Platz Elf knapp an den Punktenrängen scheiterte. Paul di Resta (Force India) wurde Zwölfter vor Felipe Massa (Ferrari), Kimi Räikkönen (Renault), Nico Hülkenberg (Force India) und den Toro Rosso Piloten Jean-Eric Vergne und Daniel Ricciardo. Vitaly Petrov gewann im Caterham als erster überrundeter den Kampf der „Nachzügler“ gegen den Marussia Piloten Timo Glock und Charles Pic , den HRT Piloten Pedro de la Rosa und Narain Karthikeyan. Heikki Kovalainen wurde im Caterham Dreiundzwanzigster und Letzter. Michael Schumacher fiel auf Position Zwei liegend nach einem Fehler beim Boxenstopp mit einem losen rechten Vorderrad in der 13. Runde als einziger Pilot aus.
Das Mercedes Werksteam feierte den ersten Sieg seit dem 11.09.1955


Spannendes Rennen in China, ein überglücklicher Nico Rosberg und ein unglücklicher Michael Schumacher.

Die Startaufstellung
Schon der Start war für die Fans der Silberpfeile eine Augenweide. Beide Mercedes GP Piloten zierten die erste Startreihe. Ganz vorne Nico Rosberg, der zum ersten Mal in seiner Formel1 Karriere auf der Poleposition stand neben dem Rekordweltmeister und Teamkollegen Michael Schumacher. Dahinter überraschend Kamui Kobayashi im Sauber F1, der mit dem dritten Startplatz ebenfalls seine bisher beste Position beim Start einnehmen konnte. Kimi Räikkönen schaffte es im Lotus auf Position Vier vor Jenson Button (McLaren Mercedes) und Mark Webber (Red Bull). Lewis Hamilton qualifizierte sich zwar auf Startplatz zwei, musste jedoch wegen Getriebewechsel fünf Startplätze nach hinten. Sebastian Vettel kam nur auf Startplatz Elf, Nico Hülkenberg auf Sechzehn und Timo Glock startete von Startplatz Zwanzig. Toro Rosso Pilot Jean-Eric Vergne, der sich auf den Startplatz Achtzehn qualifizierte startete nach einem Umbau seines Boliden von der Boxengasse aus.

Der Start
Als die Ampel das Rennen frei gab, konnte sich Nico Rosberg mit einem Blitzstart sofort ein wenig absetzen. Dahinter Michael Schumacher vor Jenson Button, der Kimi Räikkönen und Kamui Kobayashi, der nach einem sehr schlechten Start auf Position sechs zurück fiel, hinter sich lassen konnte. Lewis Hamilton reihte sich hinter Räikkönen und vor Kobayashi als Fünfter ein. Sergio Perez kam als Siebter über die ersten Runde. Mark Webber fiel auf Platz Neun zurück, Sebastian Vettel sogar auf Position Vierzehn.




Das Pech des Rekordweltmeisters
Nach 12 Runden kam Michael Schumacher zu seinem ersten Boxenstopp rein. Seine Crew legten die Schlagschrauber an und entfernten die vier ausgelutschten Pneus. Als dann die neuen Reifen montiert werden sollten, gab es ein Problem am rechten Vorderrad. Der Mechaniker musste den Schlagschrauber wechseln, das wohl der Lolipop – Mann als „Fertig“ Signal sah und schickte Schumacher zurück auf die Strecke, ohne dass das Vorderrad korrekt befestigt wurde. In den Bildern konnte man erkennen, dass die Mechaniker nicht mehr die Hand auf das Rad zum Zeichen des „Ich bin Fertig“ legten sondern den Akkuschauber. Genau das schien das Problem zu sein. Da neu Ansetzen des ersetzten Schraubers sah wohl der Mechaniker, der das Auto frei gibt als OK – Zeichen. Nach wenigen Kurven bemerke auch Schumi, dass etwas am Vorderrad nicht stimmte und stellte seinen Silberpfeil in Runde 13 ab, um weitere Schäden an der schon lädierten Vorderachse zu vermeiden. Selbst, wenn er an die Box zurück gekommen wäre, hätte er mit der defekten Vorderachse nicht weiter fahren können. Die Rennkommissare bestraften das Team wegen Unsafed Release mit 5.000 Euro, berücksichtigten jedoch, dass Schumacher unmittelbar nach bemerken des Defektes seinen Boliden abstellte.

Der verschenkte Sieg oder zumindest die verschenkte Chance zum Sieg.
In der 40. Runde kam Jenson Button zu seinem dritten und letzten Stopp rein und brauchte fast fünf Sekunden länger als geplant, da hinten Rechts ein Problem bei der Montage seines Reifens auftraten. Diese Sekunden fehlten dem Briten, um vor der Kampfgruppe um Position zwei zu bleiben und musste sich hinter Massa, Räikkönen und Vettel einsortieren. Erst elf Runden später kassierte Button den Weltmeister Sebastian Vettel.





Spannende Duelle bis zur letzten Runde
Nachdem Button sich nach seinem Boxenstopp mitten im Kampf um Platz zwei einsortierte, konnte sich Nico Rosberg vorne unbedrängt weiter absetzen. Felipe Massa, der das Verfolgerfeld aufhielt, kam in der 41. Runde zu seinem zweiten Stopp rein und Kimi Räikkönen übernahm den zweiten Platz. Seine Freude über diese Position hielt jedoch nicht sehr lange, das seine Reifen immer stärker abbauten und ab der 48. Runde durchgereicht wurde. Erst überholte ihn Vettel, der dann die Position Zwei übernahm, dann schnappten sich auch Button, Hamilton und Webber in nur einer Runde den Finnen. Nun bauten auch die Reifen von Vettel ab und er musste sich zuerst den McLaren Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton geschlagen geben und dann zwei Runden vor Rennende auch seinem Teamkollegen Mark Webber.

Nico Rosberg und sein erster Grand Prix Sieg
Nach 5.872 Formel1 Runden ( ca. 29.462 km) konnte Nico Rosberg endlich mal als Erster über die Ziellinie fahren und feierte seinen Premieresieg. Jenson Button wurde im McLaren Zweiter vor Teamkollege Lewis Hamilton, der zum dritten Mal beim dritten Rennen des Saison Dritter wurde und nun die WM mit 45 Punkten vor Button (43), Alonso (37), Webber (36), Vettel (28) und Rosberg (25) anführt. Vierter wurde Mark Webber im Red Bull vor Sebastian Vettel, Romain Grosjean (Lotus), Brundo Senna (Williams), Pastor Maldonado (ebenfalls Williams) und Fernando Alonso (Ferrari). Kamui Kobayashi komplettierte im Sauber die Top Ten.

... von Stephan Gerasch [formel1de.com]
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 1 0 1:36:26.929 – 1:40.967 0 25
2 5 +3 ++ 20.626 – 1:40.422 0 18
3 7 +4 + + 26.012 – 1:40.530 0 15
4 6 +2 + + 27.924 – 1:40.490 0 12
5 11 +6 + + 30.484 – 1:40.601 0 10
6 10 +4 + + 31.491 – 1:41.120 0 8
7 14 +7 + + 34.597 – 1:41.293 0 6
8 13 +5 + + 35.643 – 1:40.482 0 4
9 9 0 + + 37.256 – 1:41.152 0 2
10 3 -7 + + 38.720 – 1:39.960 0 1
11 8 -3 + + 41.066 – 1:41.071 0 0
12 15 +3 + + 42.273 – 1:41.498 0 0
13 12 -1 + + 42.779 – 1:41.240 0 0
14 4 -10 + + 50.573 – 1:41.794 0 0
15 16 +1 + + 51.213 – 1:40.977 0 0
16 24 +8 + + 51.756 – 1:40.019 0 0
17 17 0 + + 1:03.156 – 1:41.251 0 0
18 19 +1 + + 1 Runde – 1:42.385 0 0
19 20 +1 + + 1 Runde – 1:42.748 0 0
20 21 +1 + + 1 Runde – 1:42.621 0 0
21 22 +1 + + 1 Runde – 1:43.610 0 0
22 23 +1 + + 2 Runden – 1:43.935 0 0
23 18 -5 + + 3 Runden – 1:41.190 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
13 2 A Reifenschaden 1:44.109 0
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