← 2017

© FERRARI MEDIA
Monaco
Monaco Race

Erster Ferrari Sieg in Monaco seit 2001. Vettel gewinnt vor Räikkönen

Monte Carlo | 28.05.2017 12:00 UTC
Bericht
Sebastian Vettel brach den Ferrari – Fluch in Monaco und holte nach 16 Jahren den Sieg im Fürstentum zurück zu der Scuderia. Zweiter wurde sein Teamkollege Kimi Räikkönen vor Saniel Ricciardo (Red Bull). Bester Mercedes – Pilot war Valtteri Bottas, der als Vierter ins Ziel kam. Fünfter wurde Red Bull Pilot Max Verstappen vor Carlos Sainz Jr im Toro Rosso. Lewis Hamilton war nach dem desaströsem Qualifying (Startplatz 13) auf Schadensbegrenzung aus und kam im Mercedes als Siebter ins Ziel. Achter wurde Romain Grosjean im Haas vor Felipe Massa (Williams) und Teamkollege Magnussen. Jolyon Palmer (Renault) verpasste die Punkteränge und wurde Elfter vor den beiden Force India Piloten Esteban Ocon und Sergio Perez. Daniil Kvyat musste nach einer Kollision mit Perez das Rennen in der 72. Runde aufgeben, wurde dennoch als Vierzehnter gewertet. Auch Williams Pilot Lance Stroll, der in der gleichen Runde mit einem Defekt aufgeben musste, kam noch in die Wertung und wurde als Fünfzehnter gelistet.
Nico Hülkenberg schied im Renualt nach nur 15 Runden mit einem Getriebeschaden aus. Pascal Wehrlein wurde in der 58. Runde von Jenson Button (McLaren) regelrecht abgeschossen und musste das Rennen, wie auch der Brite, beenden. Marcus Ericsson (Sauber) schied nach einem Fahrfehler in der 64. Runde aus und für Stoffel Vandoorne (McLaren) war das Rennen in der 67. Runde ebenfalls nach einem Fahrfehler beendet.
Am Start zum Große Preis von Monaco stand Kimi Räikkönen im Ferrari auf der Poleposition vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel. Da das Rennen im Fürstentum nicht für umfangreiche Überholmanöver bekannt ist, hoffte Vettel auf einen Positionswechsel am Start. Als Dritter startete Valtteri Bottas im Mercedes vor Max Verstappen und dessen Red Bull Teamkollegen Daniel Ricciardo. Lewis Hamilton startete nach einem verkorkstem Qualifying von Position Dreizehn. Nico Hülkenberg stand auf Startplatz Zehn und Pascal Wehrlein auf Position Achtzehn. Jenson Button, der für Fernando Alonso aus dem Ruhestand für ein Rennen zurück gekehrt war, musste wegen Wechsel diverser Motorteile 15 Startplätze nach hinten und startete aus der Boxengasse.

Der Start:
Sebastian Vettels Traum, an seinen Teamkollegen Kimi Räikkönen beim Start vorbei zu kommen bewahrheitete sich nicht. Räikkönen behauptete seine Position vor Vettel. Valtteri Bottas war ganz knapp an Vettel dran, musste aber vom Gas um eine Kollision zu vermeiden. Dahinter die beiden Red Bull Piloten, die ausgangs der ersten Kurve leicht kollidierten.
In den folgenden Runden konnten sich die beiden Ferrari vom Feld leicht absetzen, jedoch wirkte das eher ein wenig gebremst, als ob sie die ersten Runden Reifenschonend um die Strecke fahren wollten. In der 16. Runde musste Hülkenberg seinen Renault auf Platz zehn liegend mit einem Getriebeschaden abstellen. Nach 31 Runden kam Max Verstappen, auf Position vier leigend als erster der Spitzengruppe an die Box. Eine Runde später coverte Valtteri Bottas und kam ebenfalls rein. Das zwang Kimi Räikkönen, ebenfalls an die Box zu kommen. Dies nutze Sebastian Vettel, um, endlich ohne einen vor sich zu haben, eine schnelle Runde nach der anderen auf den Asphalt zu brennen. In der 39. Runde kam Vettel dann zum Stopp rein, mit genügend Polster um vor Räikkönen zu bleiben. In den folgenden Runden setzte er sich vom Feld ab, so dass Kimi keine Chance zum Konter hatte. Ähnlich machte es Daniel Ricciardo. Der Red Bull Pilot blieb nach den Stopps von Bottas und Verstappen draußen und fuhr bessere Zeiten als die beiden Konkurrenten. Als er dann in der 38. Runde zum Reifenwechsel rein kam, blieb er vor Bottas und Verstappen. Der Niederländer war im Boxenfunk mit sehr vielen Pieps-tönen zu hören.
Danach plätscherte das Rennen vor sich hin, bis in der 58. Runde die Formel1 aufgeschreckt wurde. Pascal Wehrlein lag mit seinem Sauber auf der Seite, mit dem Cockpit an der Streckenbegrenzung gelehnt. Grund für diesen Unfall war Jenson Button, der eingangs des Tunnels an den Sauber vorbei wollte. Dabei kollidierte er mit einem linken Vorderrad mit dem Rechten Hinterrad des Sauber. Dabei hob das Auto ab und legte sich auf die Seite. Nachdem Wehrlein doch im Dezember nach dem Unfall beim Race of Champions einen Wirbelbruch erlitt, war die Sorge sehr groß. Das Safety-car kam raus und Pascal Wehrlein wurde auf seinem Fahrzeug geborgen. In einem Interview bestätigte er, dass es ihm gut ginge, jedoch Schmerzen im Rückenbereich verspüre. Spätere Untersuchungen werden hoffentlich Entwarnung geben. Für Button war das Rennen mit einer gebrochenen Radaufhängung ebenfalls beendet.
Als das Safetycar in der 65. Runde wieder rein kam und das Rennen im Fliegenden Start frei gab, blieb Vettel vor Räikkönen und Ricciardo. Kalt gewordene Bremsen und Reifen machten jedoch den Piloten das Leben schwer. Ricciardo krachte ohne Folgen in die Streckenbegrenzung. Nicht so glimpflich kamen Marcus Ericsson (Sauber) und Stoffel Vandoorne (McLaren) davon. Beide mussten nach Fahrfehlern das Rennen beenden.
Am Ende gewann Sebastian Vettel vor seinem Ferrari Teamkollegen Kimi Räikkönen und dem Mercedes Piloten Valtteri Bottas. Beim Interview nach der Siegerehrung, das von Weltmeister Nico Rosberg geführt wurde, zeigte sich Kim Räikkönen noch wortkarger als gewohnt. Sichtlich angefressen wegen dem verlorenen Sieg ließ er das Interview über sich ergehen.
Sergio Perez erhielt noch eine 10 Sekunden Strafe, nachdem er nach einem missglücktem Überholmanöver Daniil Kvyat aus dem Rennen schoß. Außerdem erhielt er 2 Strafpunkte. Auch Jenson Button erhielt zwei Strafpunkte und muss beim nächsten Rennen drei Startplätze nach hinten. Jedoch wird Button wohl in dieser Saison kein Rennen mehr fahren, außer Alonso wird erneut aussetzen.

Die schnellste Rennrunde kam nicht von Vettel, Räikkönen, Bottas und Co. Sergio Pérez (Force India) fuhr mit einer 1:14.820 in der 76. Runde Bestzeit. 0,418 Sekunden schneller als Sebastian Vettel, der die zweit-schnellste Zeit fuhr.
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 2 +1 1:44:44.340 – 1:15.238 0 25
2 1 -1 ++ 3.145 – 1:15.527 0 18
3 5 +2 ++ 3.745 – 1:15.756 0 15
4 3 -1 ++ 5.517 – 1:16.439 0 12
5 4 -1 ++ 6.199 – 1:16.329 0 10
6 6 0 ++ 12.038 – 1:16.649 0 8
7 13 +6 ++ 15.801 – 1:15.825 0 6
8 8 0 ++ 18.150 – 1:17.095 0 4
9 14 +5 ++ 19.445 – 1:16.543 0 2
10 11 +1 ++ 21.443 – 1:16.313 0 1
11 16 +5 ++ 22.737 – 1:16.614 0 0
12 15 +3 ++ 23.725 – 1:16.482 0 0
13 7 -6 ++ 39.089 – 1:14.820 0 0
14 9 -5 +Unfall – 1:16.539 0 0
15 17 +2 +Ausfall – 1:16.075 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
67 12 A Dreher 1:16.665 0
64 19 A Dreher 1:16.829 0
58 18 A Unfall 1:18.034 0
58 20 A Unfall 1:16.912 0
16 10 A Getriebeschaden 1:17.885 0
← 2017