Bericht
Steht die Weltmeisterschaft 2017 schon fest? Vor etwas mehr als einem Monat stand Vettel noch im der Fahrerwertung zur Weltmeisterschaft auf Position Eins und nun beträgt der Rückstand auf WM Spitzenreiter Lewis Hamilton sagenhafte 59 Punkte. Somit kann Hamilton in Austin in zwei Wochen schon Weltmeister werden und den vierten Titel einfahren. Währenddessen müssen die Tifosi ihre Wunden lecken und den Fehlerteufel los werden. Zuerst die Unterlegenheit in Monza, der unnötige Totalausfall in Singapur und die Motor – Probleme in Malaysia. Auch in Japan erging es Ferrari, respektive Sebastian Vettel nicht besser. Schon bei der Installationsrunde bemerkte Vettel einen Leistungsabfall am Ferrari unter Vollast. In der Startaufstellen versuchten die Mechaniker den Fehler in letzter Sekunde noch zu beheben. Dabei erinnerten die Bilder an die Probleme des Teamkollegen vor 7 Tagen in Malaysia. Zwar konnte dieses Mal der Ferrari am Start teil nehmen, doch nach nur wenigen Metern wurde Vettel nach hinten durchgereicht, bis Ferrari ihren Schützling in der vierten Runde von der Schmach erlöste und an die Box beorderte. Während dessen fuhr Hamilton zunächst unbedrängt an der Spitze und verteidigte am Ende noch mit viel Glück und der Hilfe von Alonso und Massa, die bei der Überrundung Verstappen aufhielten, den Sieg gegen Max Verstappen (Red Bull), der nach dem Sieg in Malaysia Zweiter wurde. Fernando Alonso erhielt für das Ignorieren der blauen Flaggen eine zwei Punkte Strafe für sein Konto. Als Dritter durfte auch der Verstappens Teamkollege Daniel Ricciardo auf das Siegertreppchen. Valtteri Bottas wurde im zweiten Mercedes für den Sieg Hamiltons geopfert und musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Mehrere runde hielt der Finne den Red Bull von Max Verstappen auf, anstatt an die Box zum Reifenwechsel zu kommen. Der zweite Finne im Feld, Kimi Räikkönen, wurde im Ferrari Fünfter vor Esteban Ocon (Force India) und dessen Teamkollege Sergio Perez. Dahinter Platzierten sich die beiden Haas Piloten Kevin Magnussen und Romain Grosjean. Felipe Massa (Williams) verteidigte den letzten WM Punkt gegen Fernando Alonso (McLaren) und wurde Zehnter. Jolyon Palmer, der wohl zum letzten Mal im Cockpit des Renault seine Runden drehte wurde Zwölfter. Er wird im nächsten Rennen von Carlos Sainz Jr. ersetzt, der Toro Rosso in Richtung Renault verlassen wird. Dafür kommt der, von Toro Rosso auf das Abstellgleis verbannte Daniil Kvyat wieder zurück ins Toro Rosso Cockpit. Kvyat wird dann an Seite von Pierre Gasly, der im Rennen Dreizehnter wurde, die letzten WM Rennen der Saison bestreiten. Stoffel Vandoorne wurde im McLaren Vierzehnter vor Pascal Wehrlein (Sauber), der als Letzter die Ziellinie überquerte. Carlos Sainzs letztes Rennen für Toro Rosso war schon nach nur wenigen Metern beendet. Nach Unfall kurz nach dem Start musste der Spanier aus seinem Toro Rosso aussteigen und das Rennen vom Seitenrand verfolgen. Marcus Ericsson schied nach einem Fahrfehler nach sieben Runden aus. Bei Nico Hülkenberg gab es Probleme mit dem DRS, so dass Renault ihren Fahrer in der 40. Runde rein holen mussten. Für Lance Stroll (Williams) war das Rennen nach 45 Runden mit einem Bruch der Radaufhängung beendet.