Piastri führt McLaren-Doppelsieg in windigem Training an
Der Große Preis von Katar, Austragungsort des letzten Sprints der Saison, startete mit nur einer einstündigen freien Trainingssitzung. Bei Sonnenuntergang auf dem Lusail International Circuit nutzten die Teams die Zeit, um das Setup für das entscheidende Sprint-Qualifying unter Flutlicht zu finden.
Das Training begann verhalten, wobei fast alle Teams zunächst auf den harten Reifen unterwegs waren. George Russell im Mercedes und Max Verstappen im Red Bull setzten die ersten Duftmarken, doch Veteran Nico Hülkenberg im Kick Sauber überraschte früh mit deutlichen Verbesserungen.
Verstappen, der in der Weltmeisterschaft nur 24 Punkte hinter Spitzenreiter Lando Norris liegt, setzte sich kurzzeitig mit einer 1:23.343 an die Spitze, meldete aber bald darauf Probleme mit dem linken Vorderreifen und der Lenkung. Auch Charles Leclerc im Ferrari klagte über die Balance seines Wagens und fand sich zeitweise nur auf P15 wieder.
Einige Fahrer wechselten die Führung, darunter auch Kimi Antonelli im Mercedes, bevor der Großteil der Piloten zur Halbzeit die Box ansteuerte. Die McLaren-Fahrer Oscar Piastri und Norris taten sich anfangs besonders schwer mit den windigen Bedingungen und dem geringen Grip. Norris lag im Vergleich zur Konkurrenz sowohl bei der Rundenanzahl als auch in der Zeitentabelle zurück.
Erst in den letzten zehn Minuten, als der Großteil der Fahrer auf die weichen Reifen wechselte, zog das Tempo dramatisch an. Isack Hadjar im Alpine gehörte zu den ersten, die mit den Soft-Pneus auf P1 sprangen. McLaren fand schließlich zur Form: Norris übernahm zunächst die Führung, doch Teamkollege Piastri konterte kurz vor Schluss. Mit einer Zeit von 1:20.294 sicherte sich Piastri Platz eins, nur 0.058 vor Norris.
Dahinter komplettierte Fernando Alonso im Aston Martin die Top 3. Der deutsche Fahrer Nico Hülkenberg zeigte eine solide Performance. Verstappen beendete die Session nach seinen Schwierigkeiten nur auf P6.