Max Verstappen hat sich im ersten freien Training zum Großen Preis von Bahrain, der als Ersatztermin erstmals seit 2017 wieder in Sepang ausgetragen wird, die Bestzeit gesichert. Der Red-Bull-Pilot verwies George Russell im Mercedes und seinen Teamkollegen Isack Hadjar auf die Plätze zwei und drei. In der Schlussphase wechselte die Führung innerhalb weniger Minuten dreimal, ehe Verstappen mit 1:37,520 den Schlusspunkt setzte. WM-Leader Kimi Antonelli wurde Fünfter, während McLaren die Top 10 verpasste.
Hitzeschlacht zum Auftakt
Die Rückkehr nach Malaysia begann unter tropischen Bedingungen. Rund 32 Grad Lufttemperatur, knapp 52 Grad auf dem Asphalt und hohe Luftfeuchtigkeit forderten Fahrer und Technik, Regen blieb aus. Red Bull schickte beide Autos sofort auf der weichen Reifenmischung hinaus, und Verstappen markierte mit 1:39,400 den ersten Richtwert. Der Großteil des Feldes begann dagegen auf Medium.
Red Bull früh vorn
Nach knapp einer halben Stunde führte Verstappen mit 1:38,883 hauchdünn vor Russell, dahinter überraschte Rookie Arvid Lindblad im Racing Bulls als Dritter. Russell fand hörbar Gefallen am Kurs und lobte die Strecke am Funk. Die meisten Teams arbeiteten vor allem an der Rennabstimmung, Mercedes zudem an einem neuen Update-Paket.
Dreifacher Führungswechsel
Mit dem Wechsel auf frische Softs kam Bewegung in die Zeitenliste. Hadjar übernahm mit 1:38,303 die Spitze, wurde aber umgehend von Russell verdrängt. Rund 20 Minuten vor Schluss konterte Verstappen mit 1:37,520 und lag damit fast vier Zehntelsekunden vor dem Mercedes. Hadjars starker Auftritt hat einen Haken: Wegen eines neuen Motors muss er in der Startaufstellung nach hinten.
Antonelli zwischen den Ferrari
Antonelli und die McLaren-Piloten griffen erst spät zur weichen Mischung. Der WM-Leader reihte sich als Fünfter zwischen Charles Leclerc und Lewis Hamilton ein, die nur eine Hundertstelsekunde trennte. Oscar Piastri und Lando Norris kamen nicht über die Ränge elf und zwölf hinaus. Pierre Gasly stellte den Alpine auf Platz sieben, Liam Lawson und Lindblad brachten beide Racing Bulls in die Top 10.
Hülkenberg bester Audi-Pilot
Nico Hülkenberg komplettierte nach 23 Runden mit 1:39,211 die Top 10 und war damit schneller als beide McLaren sowie Teamkollege Gabriel Bortoleto auf Rang 13. In den letzten Minuten lieferten sich Esteban Ocon und Carlos Sainz ein kleines Privatduell auf der Strecke, Russell kam in Kurve 4 kurz von der Ideallinie ab. Cadillac beschloss das Klassement mit Valtteri Bottas und Sergio Pérez auf den Plätzen 21 und 22. Die Bestzeit geriet in den letzten Minuten nicht mehr in Gefahr