Charles Leclerc hat das 2. freie Training zum Bahrain GP auf dem Sepang International Circuit in 1:37,528 als Schnellster beendet, knapp vor Isack Hadjar und Lando Norris. Für Aufsehen sorgte Max Verstappen, der ohne einen einzigen Versuch auf der weichen Reifenmischung Vierter wurde. Der angekündigte Regen blieb aus, stattdessen arbeiteten die Teams bei über 60 Grad Asphalttemperatur. Die Session endete unter virtuellem Safety-Car, nachdem Gabriel Bortoleto seinen Audi auf der Strecke abstellen musste.
Hitze statt Regen
Die Wetterprognose bestimmte das Programm: Weil Niederschlag erwartet wurde, zogen viele Teams ihre schnellen Runden vor. Der Regen kam jedoch nicht. Bei 33 Grad Luft- und 61 Grad Streckentemperatur stand vor allem der Umgang mit den Reifen im Mittelpunkt, denn der Kurs in Sepang belastet die Pneus enorm.
Verstappen setzt früh die Marke
Nach einer Viertelstunde führte Verstappen mit 1:37,785 – gefahren auf Medium. Lewis Hamilton kam auf Soft bis auf wenige Hundertstel heran, vorbei kam er nicht. Red Bull ließ die weichen Reifen beim Niederländer die gesamte Session über in der Garage, was seine Zeit kaum mit jener der Konkurrenz vergleichbar macht.
Leclerc übernimmt die Spitze
Leclerc nutzte die weiche Mischung für die Bestzeit, blieb damit aber hauchdünn über Verstappens Bestwert aus dem ersten Training. Hadjar reihte sich als Zweiter ein, obwohl ihn ein kleineres technisches Problem zwischenzeitlich an die Box zwang. Norris komplettierte die ersten Drei, Hamilton und Oscar Piastri folgten hinter Verstappen. Die Mercedes-Piloten George Russell und Kimi Antonelli belegten die Ränge sieben und acht.
Enges Mittelfeld, Sorgen bei Alpine
Liam Lawson war als Neunter bester Fahrer hinter den vier Topteams, Pierre Gasly schloss die Top Ten ab. Nico Hülkenberg wurde nach 30 Runden 13., unmittelbar hinter seinem Teamkollegen Bortoleto. Rookie Arvid Lindblad spulte mit 33 Umläufen das größte Pensum ab. Franco Colapinto blieb im zweiten Alpine ohne konkurrenzfähige Runde und lag fast sechs Sekunden zurück.
Turbulentes Finale
In der Schlussphase standen die Longruns auf dem Plan. Norris entging dabei an der Boxeneinfahrt nur knapp einer Kollision mit Sergio Pérez im Cadillac. Kurz vor Schluss rollte Bortoleto aus; er stellte den Audi ab, um das Getriebe zu schützen. Hamilton muss zudem nach einem Zwischenfall bei den Sportkommissaren erscheinen.