Kimi Antonelli hat sich im dritten freien Training zum Großen Preis von Bahrain in Sepang die Bestzeit gesichert. Der Mercedes-Pilot verwies in 1:36,302 die beiden Red Bull von Max Verstappen und Isack Hadjar auf die Plätze zwei und drei. Für eine Unterbrechung sorgte ein Teil, das sich vom Haas von Oliver Bearman gelöst hatte und auf der Strecke liegen blieb. Erst in der Schlussphase fiel die Entscheidung, als das Feld auf frischen Soft-Reifen die Qualifying-Simulationen fuhr.
Verhaltener Beginn
Die Session kam nur schleppend in Gang. Nach 20 Minuten hatten Verstappen, beide Mercedes-Piloten und Lewis Hamilton noch keine gezeitete Runde gefahren. Bei Asphalttemperaturen von stellenweise fast 60 Grad schonten die Teams ihre Medium- und Hard-Sätze für das Rennen. An der Spitze lag zunächst Lando Norris vor Oscar Piastri und Charles Leclerc.
Rote Flagge wegen Bearman
Nach rund 25 Minuten wurde die Session unterbrochen. Am rechten Vorderrad von Bearmans Haas hatte sich ein Gummiteil gelöst, das der Brite einige Kurven mitschleifte, ehe es auf der Fahrbahn liegen blieb. Streckenposten entfernten das Teil, und 31 Minuten vor dem Ende ging es weiter.
Mercedes übernimmt
Nach dem Neustart griffen die Silberpfeile ein. Antonelli setzte sich auf der weichen Reifenmischung mit 1:36,924 an die Spitze, 0,129 Sekunden vor George Russell. Verstappen sortierte sich mit seinem ersten Versuch auf Medium als Vierter ein. Hadjar klagte am Funk über ein unberechenbares Heck in den Kurven 1 und 9, und Hamilton musste seine erste schnelle Runde abbrechen, weil ihn ein Racing Bulls aufhielt.
Schlagabtausch im Finale
In den letzten Minuten wechselte die Führung mehrfach. Leclerc schob sich zwischen die Mercedes, dann übernahm Hadjar mit 1:36,860 die Spitze. Russell verbesserte sich, doch Antonelli konterte mit der Bestzeit des Wochenendes. Verstappen kam zum Abschluss bis auf 0,278 Sekunden heran und trennte damit seinen Teamkollegen vom Spitzenreiter. Russell blieb als Vierter gut sechs Zehntel hinter Antonelli. Dahinter folgten die Ferrari von Leclerc und Hamilton vor den McLaren von Norris und Piastri.
Mittelfeld mit Abstand
Hinter den vier Topteams klaffte eine Lücke von mehr als einer halben Sekunde. Franco Colapinto war im Alpine als Neunter der Beste vom Rest, vor Arvid Lindblad, der mit 24 Runden das größte Pensum abspulte. Gabriel Bortoleto wurde Elfter, gefolgt von Fernando Alonso, Pierre Gasly, Esteban Ocon und Liam Lawson, die nur wenige Hundertstel trennten. Nico Hülkenberg belegte nach 14 Runden Platz 16 und lag 0,152 Sekunden hinter seinem Audi-Teamkollegen Bortoleto. Bearman wurde 17., die Williams von Carlos Sainz und Alexander Albon kamen nicht über die Ränge 18 und 20 hinaus, dazwischen lag Lance Stroll. Am Ende des Feldes standen die Cadillac von Valtteri Bottas und Sergio Pérez