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Kanada
Kanada Race

Michael Schumacher siegt in Kanada. <BR>Ralf Schumacher, Montoya, Panis und da Matta disqualifiziert

Montreal | 13.06.2004 17:00 UTC
Bericht
Michael Schumacher gewann im Ferrari den großen Preis von Kanada mit einem 1,062 Sekunden Vorsprung vor seinem Bruder Ralf (BMW – Williams). Dieser wurde jedoch im nachhinein von der FIA, wie auch sein Teamkollege Juan Pablo Montoya, der eigentlich fünfter wurde, sowie Cristiano da Matta (Platz 8) und Oliver Panis (Platz 10), beide Toyota, disqualifiziert. Die FIA begründete dieser Diaqualifizierung damit, das bei einer Routineuntersuchung reglementkonforme Lufteinlässe an den Bremsen gefunden wurden. Den zweiten Platz erbte durch diese Disqualifizierung der zweite Ferrari – Pilot Rubens Barrichello. Jenson Button (BAR) durfte sich am Ende über den dritten Platz freuen. Zwei Plätze gewann durch die FIA – Entscheidung der Sauber Piloten Giancarlo Fisichella und wurde als vierter gewertet. Der Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen erreichte im McLaren Mercedes den siebten Rang und wurde dann als fünfter in der Rennwertung geführt. David Coulthard freute sich demnach über die geschenkten drei Punkte für die Fahrer - WM. Der Debütant Timo Glock erreichte in seinem erstem Rennen zwei Punkte für das Jordan Team vor seinem Teamkollege Nick Heidfeld, der beim Boxenstopp einen seiner Mechaniker über den Haufen gefahren hatte. Klien (Jaguar) wurde Neunter, Baumgartner (Minardi) zehnter. Dramatik bei Takuma Sato, der zum fünften mal in dieser Saison mit einem Motorschaden an seinem BAR – Honda ausfiel. Felipe Massa (Sauber) hatte bei einem heftigem Unfall, er krachte frontal kurz vor Rennende in die Reifenstapel, viel Glück und konnte seinen Boliden unverletzt verlassen.
Wichtige Meldung erst mal vorweg. Nach der Fertigstellung des Rennberichtes wurde das Team BMW – Williams und das Team Toyota von der FIA rückwirkend Disqualifiziert. Begründet wurde diese Maßnahme damit, dass reglementkonforme Lufteinlässe an den Bremsen gefunden wurde. Somit verlor Ralf Schumacher seinen zweiten, Montoya seinen fünften, da Matta seinen achten und Panis seinen zehnten Platz.
Hier der Bericht, der wie erwähnt vor der Disqualifizierung geschrieben wurde.

Ralf Schumacher startete bei großen Preis von Kanada von der Pole vor Jenson Button und Jarno Trulli. Montoya stand auf Platz vier, Alonso auf fünf und Michael Schumacher auf sechs.
Als dann kurz nach 18:30 MEZ die Ampel aus ging, schossen 18 Fahrer in das Rennen. Zwei Fahrer starteten von der Boxengasse aus. Takuma Sato (BAR) und Gianmaria Bruni (Minardi) hatten ihre Wagen nochmals verändert und getankt.
Für Jarno Trulli jedoch war das Rennen nach nur wenigen Metern zu Ende. Er steuerte seinen Renault nach nur etwa 50 Metern neben die Strecke und stieg aus.
Als erster in die erste Kurve kam Ralf Schumacher, gefolgt von Jenson Button und Juan Pablo Montoya. Am Ende der ersten links – rechts Kurve fuhr Christian Klien mit seinem linkem Vorderrad in das Heck von David Coulthard, der einen Dreher hinlegte und das nachfolgende Feld durcheinander wirbelte. Klien versuchte den sich drehenden Coulthard links zu umkurven, rutschte dennoch wieder in das Auto des Schotten. Dabei hüpfte Klien leicht und landete mit seinem linkem Hinterrad auf das rechte Vorderrad seines Teamkollegen Mark Webber, der dann mit einem Reifenschaden an die Box musste und in der siebten Runde das Rennen beenden.
Ralf Schumacher, der im Gegensatz zu seinem Bruder auf einer Dreistoppstrategie unterwegs war, konnte in den ersten Runden einen recht deutlichen Vorsprung herausfahren. Nach sechs Runden waren es schon 2,497 Sekunden zu Jenson Button.
In der 11. Runde kam dann David Coulthard als ersten an die Box und Outete sich als leichtester Fahrer beim Qualifying. Zwei Runden später kamen dann Jenson Button (BAR) und Juan Pablo Montoya (BMW – Williams) an die Box. Erst in der 15. Runde Ralf Schumacher.
Als Rubens Barrichello in der 18. Runde aus der Box kam, sortierte sich dieser knapp hinter Juan Pablo Montoya ein. Als Nick Heidfeld seinen letzten Boxenstopp beendete und auf Anweisung seines Lollipop Mann los fuhr, riss Heidfeld einen seinen Mechaniker, der mit dem Tanken beschäftigt war, mir. Zum Glück verletzte sich dieser bei dieser Aktion nicht schwer.
Zsolt Baumgartner legte in der 27. Runde einen Dreher hin, der außer einer Zeitverlustes keine weiteren Folge für den Minardi – Piloten hatte. Sein Teamkollege Gianmaria Bruni stellte mit seinem Minardi etwas an, was sich auf den ersten Blick etwas seltsam anhört. Zu schnell. Zu schnell in der Boxengasse. Strafe: ein mal durch die Boxengasse.
Fast wäre David Coulthard wieder an einer Kollision beteiligt gewesen, als dieser vom Boxenstopp zurück auf die Strecke kam. Dort traf er auf Michael Schumacher und Rubens Barrichello, die grade Christian Klien überrundeten. Klien machte den Ferraripiloten platz und rauschte fast in den McLaren von David Coulthard, den er schon in der ersten Runde schon abgeschossen hatte.
Takuma Sato war wieder mal bei einer Überholung, diesmal war es Olivier Panis zu optimistisch und rutschte zwischen Panis und den vor ihm fahrenden Heidfeld hindurch. Dabei demolierte sich der Japaner sein Frontspoiler und musste an die Box. Die beiden Kontrahenten Heidfeld und Panis kamen ohne Blessuren davon. Die parallelen zum Nürburgring zwei Wochen zuvor waren doch recht deutlich. Sieben Runden später platzte dann zum fünften mal ein Honda Motor von BAR, und zum fünften mal seltsamer weise bei Takuma Sato.
Christian Klien legte in der 44. Runde einen kleinen Jaguar – Flug hin. Er überquerte eine Schikane und sprang recht spektakulär über die Begrenzungen, ohne sich jedoch dabei einen Schaden an seinem Boliden zuzuziehen.
Ein Schaden an der Antriebswelle beendete dann das Rennen für das Ferrari – Verfolgerteam Nummer 1. Nach Trulli in der ersten Runde musste auch Fernando Alonso seinen Renault abstellen. Doppelausfall für Renault.
Als Ralf Schumacher nach seinem zweiten Stopp wieder auf die Strecke zurück kam, musste sich dieser hinter den Ferraris einsortieren. Derzeit lieferten sich Michael Schumacher und Rubens Barrichello packende Duelle, die jedoch nie mit einem versuchten Überholmanöver endete, da dieses eben auf dieser Strecke fast unmöglich war. Aber nur fast unmöglich. David Coulthard zeigte in der 53. Runde, das es doch ginge, als er Cristiano da Matta im Toyota überholte.
Allen Fans des sympathischen Finnen Kimi Räikkönen stockte der Atem, als dieser zehn Runden vor Rennende ganz langsam wurde. Als dann Räikkönen an die Box kam holte er sich nur ein neues Lenkrad ab setzte sein Rennen fort.
Bis zum Ende des Rennens kämpfte Jenson Button mit Juan Pablo Montoya um den Rang vier. Button profitierte dabei von seinem PS – Stärkeren Hondamotor und konnte dem Kolumbianer auf der Graden immer wieder davon fahren.
Ein mysteriöser Unfall von Felipe Masse schockierte fünf Runden vor Rennende die Formel 1 Nation. Man sah nur, wie Massa ungespitzt frontal in die Reifenstapel krachte. Die Vorgeschichte war nicht zu sehen, bis auf ein gelöstes Hinterrad, was vor dem Einschlag am Sauber vorbei flog. Massa konnte jedoch scheinbar unverletzt aus seinem völlig zerstörtem Boliden aussteigen.
Timo Glock, der als Ersatzmann für Giorgio Pantano das Cockpit des Italieners erbte, fuhr bis zur 65. Runde ein unauffälliges und recht erfolgreiches Rennen. Dann krachten ausgerechnet Christian Klien, der schon des öfteren in diesem Rennen an Spektakulären Szenen beteiligt war, und der vor ihm fahrende Timo Glock aneinander. Dabei drehten sich beide und konnte zum Glück beide weiter fahren. Dumm nur, dass Klein diese Aktion gar nicht nötig hatte, da Glock schon eine Runde Vorsprung hatte.
Am Ende gewann zum siebten mal in dieser Saison einen Grand Prix. Sein Bruder Ralf Schumacher zeigte sich als enttäuschter Zweiter, obwohl er eigentlich mit seiner Position vor diesem Grand Prix nie gerechnet hätte.
Rubens Barrichello (Ferrari) wurde dritter. Jenson Button im BAR erreichte den vierten Rang vor Juan Pablo Montoya (BMW – Williams). Giancarlo Fisichella (Sauber) wurde sechster und wiederholte nach dem Rennen auf dem Nürburgring seine beste Platzierung.
Der Vizeweltmeister Kimi Räikkönen erreichte im McLaren Mercedes den siebten Platz. Dies war seine bisher beste Position in dieser Saison. Cristiano da Matta erreichte Platz Acht und holte sich einen WM Punkt.
David Coulthard wurde im McLaren neunter vor Oliver Panis (Toyota). Elfter wurde der deutsche Neuling Tino Glock, der sein erstes Rennen sogar vor seinem Jordan - Teamkollegen Nick Heidfeld beendete, der zwölfter wurde. Christian Klien, der in seinem Jaguar in diesem Rennen für recht viel Wirbel sorgte, wurde dreizehnter vor dem letzten, Zsolt Baumgartner im Minardi.
Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 6 +5 1:28:24.803 – 1:13.630 0 10
2 7 +5 +5.108 +5.108 1:13.622 0 8
3 2 -1 +20.409 +15.301 1:14.245 0 6
4 11 +7 +1 Runde – 1:15.078 0 5
5 8 +3 +1 Runde – 1:14.752 0 4
6 9 +3 +1 Runde – 1:15.478 0 3
7 16 +9 +2 Runden – 1:16.300 0 2
8 15 +7 +2 Runden – 1:15.890 0 1
9 10 +1 +3 Runden – 1:15.731 0 0
10 18 +8 +4 Runden – 1:17.516 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
63 19 A Unfall 1:15.560 0
49 17 A Motorschaden 1:15.076 0
45 5 A Antriebswelle 1:14.179 0
31 20 A Getriebeschaden 1:18.025 0
7 14 A Getriebeschaden 1:16.739 0
1 3 A Aufhängung - 0
– 1 A Disqualifiziert 1:14.040 0
– 4 A Disqualifiziert 1:14.295 0
– 13 A Disqualifiziert 1:16.045 0
– 12 A Disqualifiziert 1:15.652 0
– – A Nicht angetreten - 0
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