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Japan
Japan Race

Für Vettel ging die Sonne in Japan auf. Start–Ziel Sieg für den Heppenheimer.

Suzuka | 10.10.2010 06:00 UTC
Bericht
Mit einer lupenreinen Leistung schloss der Red Bull Pilot Sebastian Vettel den ereignisreichen Sonntag, an dem auch wegen der Regens am Samstag das Qualifying statt fand, ab und gewann das Rennen in Japan vor seinem Teamkollegen und WM Leader Mark Webber. Dritter wurde Fernando Alonso im Ferrari, der nun punktgleich mit Vettel auf seine WM – Chance lauert. Jenson Button profitierte von den Getriebeproblemen seines Teamkollegen Lewis Hamilton (er bekam nach dem Getriebewechsel am Samstag auch beim Rennen den dritten Gang nicht rein) und wurde Vierter vor Lewis. Michael Schumacher wurde Sechster vor Kamui Kobayashi, der atemberaubende Überholmanöver im Grenzbereich, unter anderem gegen Barrichello und Buemi hinlegte. Sein Teamkollege Nick Heidfeld wurde Achter vor Rubens Barrichello (Williams) und Sebastien Buemi (Toro Rosso), der sich als Zehnter den letzten WM – Punkt holte. Für Heidfeld waren es nach seinem Comeback vor Zwei Wochen in Singapur die ersten WM – Punkte.
Elfter Platz ging an Jaime Alguersuari (Toro Rosso) vor den Lotus – Piloten Heikki Kovalainen und Jarno Trulli. Timo Glock (Virgin Racing) wurde Vierzehnter vor den HRT – Piloten Bruno Senna und Sakon Yamamoto. Nico Rosberg, der Sechs Runden vor Rennende mir einem Aufhängungsschaden in der Streckenbegrenzung landete, wurde noch als Siebzehnter gewertet.
Adrian Sutil (Force India) fiel mit einem Motorschaden in der 44. Runde aus.
Schon vor dem Start krachte Virgin Pilot Lukas di Grassi auf dem Weg in die Startaufstellung in die Reifenstapel und konnte am Rennen nicht teil nehmen.
Nico Hülkenberg hatte beim Start Probleme und wurde sofort von Vitaly Petrov abgefangen, der jedoch zu früh vor dem Williams wieder einscherte und dabei Hülkenberg ins Auto fuhr. Für beide Piloten das Aus nach nur wenigen Metern. Viel weiter kamen Felipe Massa (Ferrari) und Vitantonio Liuzzi (Force India) auch nicht. In der ersten Kurve wurde, laut Aussage von Massa, dieser von Nico Rosberg aufs Gras gedrückt. Dabei verlor der Ferrari – Pilot die Kontrolle über seinen Boliden und krachte in den Force India von Vitantonio Liuzzi.
Auf Grund der beiden Startunfälle, schickte die Rennleitung das Safetycar auf die Strecke. Robert Kubica, der beim Start Mark Webber überholte und hinter Sebastian Vettel auf Platz Zwei lag, verlor in dieser Safetycar Phase seine rechtes Hinterrad und musste ziemlich frustriert das Rennen beenden. Nach dem Ausfall von Petrov hatte dann die Renault – Crew frühzeitig Feierabend.
Im Kampf um die WM konnten Sebastian Vettel und Felipe Massa gut Punkten und liegen nun beide Punktgleich (206 Punkte) hinter Mark Webber (220 Punkte). Lewis Hamilton fiel auf Platz Vier mit 192 Punkten zurück und hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf seinem Teamkollegen Jenson Button.
Das nächste Rennen in Korea, wenn es denn statt findet (Entscheidet sich am Dienstag). Wird dann sicherlich den ein oder anderen Kandidaten für die WM von der Liste spülen.
Bis in zwei Wochen,
Euer Stephan
Formel 1 - Japan GP: Vettel gewinnt in Suzuka
WM bleibt spannend
Perfekter Tag für Sebastian Vettel: Pole und Sieg an einem Tag. Mark Webber komplettiert den Red-Bull-Doppel-Erfolg. Fernando Alonso wird Dritter.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Der dritte Saisonsieg könnte ein ganz wichtiger für Sebastian Vettel sein: Mit einer überlegenen Vorstellung und einem ungefährdeten Sieg sicherte sich der Deutsche 25 WM-Punkte und machte damit sieben Zähler auf seinen Teamkollegen Mark Webber gut. Der Australier belegte hinter Vettel Platz 2.

"Das war ein unglaublicher Tag", freut sich Vettel. "Erst die Pole, dann ging es am Nachmittag so weiter - fantastisch. Das Team hat den Sieg verdient. Die Strecke ist wie für uns gemacht." Auch Webber freute sich über einen sehr guten Tag. "Ich war im Qualifying nah an Seb dran - wir wussten, dass das entscheidend sein würde. Danach war es schwierig, das Rennen zu gewinnen. Gratulation an Seb, er hat den Sieg verdient."

Der dritte Platz ging an Fernando Alonso, der im Ferrari nur zeitweise die Zeiten der Red Bull mitgehen konnte. Für den Spanier ist es Schadensbegrenzung, denn er kam zwar hinter beiden Red Bull, aber vor beiden McLaren-Fahrern ins Ziel. Jenson Button belegte mit 15 Sekunden Rückstand Platz 4, Lewis Hamilton fiel wegen eines Getriebeproblems auf Rang 5 zurück. Der Ex-Weltmeister fuhr über lange Strecken des Rennens ohne den dritten Gang.

Hinter Hamilton belegten Michael Schumacher, Kamui Kobayashi und Nick Heidfeld die Ränge sechs bis acht. Kobayashi war der Überholmeister des Rennens - gleich mehrmals überholte er in der Haarnadel innen seine Gegner. Einmal berührte er sich sogar mit Jaime Alguersuari, der sich danach einen neuen Frontflügel holen musste. Die letzten beiden Punkteränge gingen an Rubens Barrichello und Sebastien Buemi. Adrian Sutil verlor einen sicheren Punkteplatz durch einen technischen Defekt.


Schrottplatz Suzuka

Das Rennen begann mit zwei heftigen Kollisionen. Vitaly Petrov wollte am Start an Nico Hülkenberg vorbeigehen - kollidierte aber bei dem Manöver mit ihm und schoss beide aus dem Rennen. "Ich hatte einen schlechten Start, viel durchdrehende Räder - ich kam nicht vom Fleck", sagte Hülkenberg. "Dann sah ich einen gelben Pfeil und es war Ende." Der Deutsche sieht den Zwischenfall als Rennunfall an. "Ich kann als schlecht Startender nicht viel machen, die die von hinten mit Überschuss kommen, können auch nicht viel machen."

Felipe Massa versuchte, seinen schlechten Startplatz in Kurve 1 zu verbessern, kam jedoch innen auf den Kerb und rammte Tonio Liuzzi. Auch dieses Duo schied aus. "Ich hatte einen tollen Start, habe fünf oder sechs Autos überholt", so Liuzzi. "Dann sah ich Felipe wie eine Rakete in mich reinrasen. Ich glaube nicht, dass man ihn dafür verantwortlich machen kann, da er wohl keine Kontrolle über das Auto hatte."

In der folgenden Safety-Car-Phase rollte Robert Kubica aus, der sich am Start gegen Mark Webber durchsetzte und auf Platz 2 lag. Am Renault des Polen fehlte das rechte Hinterrad! "Ich habe das Auto beinahe verloren", sagte Kubica. "Ich dachte erst, es wäre die Antriebswelle, wie in Silverstone. Es war schwierig, dem Safety Car zu folgen, also bin ich zur Seite gefahren und dann verlor ich das Rad."

Kubicas Rad sollte nicht das einzige bleiben, das sich selbstständig machte. Wenige Runden vor Rennende flog Nico Rosberg in seinem Silberpfeil ab, weil die rechte Hinterradaufhängung kollabierte und er das rechte Hinterrad verlor. Sein Teamkollege Michael Schumacher profitierte davon und rückte auf Platz 6 nach vorne. Zuvor hatte Schumacher lange Druck auf Rosberg ausgeübt, der schon in Runde 2 an die Box gekommen war, um auf die harten Reifen zu wechseln.

Lucas di Grassi konnte erst gar nicht am Rennen teilnehmen. Der Virgin-Pilot flog auf dem Weg in die Startaufstellung in der 130R heftig ab und zerstörte sein Auto. Der Brasilianer scheint mit dem ungewohnt schweren Auto und kalten Reifen auf der schmutzigen Spur ausgerutscht zu sein. "Wir wissen nicht, was passiert ist", sagte di Grassi. "Es war nichts Ungewöhnliches. Ich habe einfach die Kontrolle verloren und konnte nichts dagegen machen."


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Ergebnisse
PosFahrer Start +/- Zeit / Abstand Intervall Schnellste Runde Stopps Pkt
1 1 0 1:30:27.323 – 1:33.653 0 25
2 2 0 ++ 0.905 – 1:33.474 0 18
3 4 +1 ++ 2.721 – 1:33.823 0 15
4 5 +1 ++ 13.522 – 1:33.529 0 12
5 8 +3 ++ 39.595 – 1:35.182 0 10
6 10 +4 ++ 59.933 – 1:34.853 0 8
7 14 +7 ++ 1:04.038 – 1:34.486 0 6
8 11 +3 ++ 1:09.648 – 1:35.521 0 4
9 7 -2 ++ 1:10.846 – 1:35.597 0 2
10 18 +8 ++ 1:12.806 – 1:35.116 0 1
11 16 +5 ++ 1 Runde – 1:34.365 0 0
12 20 +8 ++ 1 Runde – 1:37.620 0 0
13 19 +6 ++ 2 Runden – 1:39.710 0 0
14 22 +8 ++ 2 Runden – 1:39.813 0 0
15 23 +8 ++ 2 Runden – 1:40.329 0 0
16 24 +8 ++ 3 Runden – 1:39.806 0 0
17 6 -11 +Ausfall – 1:36.108 0 0
Ausgeschieden
RundeFahrer Start +/- Ausfallgrund Schnellste Runde Stopps
45 15 A Motorschaden 1:36.319 0
3 3 A Rad verloren 2:41.378 0
1 12 A Unfall – 0
1 9 A Unfall – 0
1 13 A Unfall – 0
1 17 A Unfall – 0
1 21 A Unfall – 0
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