Lewis Hamilton hat das erste Rennen in Saudi-Arabien vor Max Verstappen (Red Bull) und Mercedes Teamkollege Valtteri Bottas gewonnen. Da Hamilton auch die schnellste Runde fuhr, liegen beide Piloten, Hamilton und Verstappen nun Punktgleich an der Tabellenspitze. Weil Verstappen einen Sieg mehr auf dem Konto hat, liegt er noch vor seinem Kontrahenten. In eine Chaos - Rennen, in dem zwei Rotphasen und demnach drei Stehende Starts durchgeführt wurden und nach Basar - Manier strafen verhandelt wurden, holte sich Esteban Ocon den vierten Platz. Jedoch war Ocon nicht ganz glücklich über seine Position, da er bis zur letzten Kurve auf Position drei lag. Bottas überholte Ocon noch auf der Ziellinie und hatte nur eine Zehntel Sekunde Vorsprung. Fünfter wurde Daniel Ricciardo im McLaren vor Pierre Gasly (AlphaTauri) und den beiden Ferrari Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz. Neunter wurde Alfa - Pilot Antonio Giovinazzi, der sich in seinem vorletzten Rennen noch zwei WM Punkte holen konnte. Den letzten WM Punkt aus Saudi-Arabien holte sich Lando Norris im McLaren. Aston Martin Pilot Lance Stroll verpasste mit Platz Elf knapp die Punkteränge. Dahinter kamen Nicholas Latifi im Williams, Fernando Alonso im Alpine und Yuki Tsunoda im AlphaTauri ins Ziel. Letzter wurde Kimi Räikkönen, der in einem vorletzten Rennen seiner Karriere nur Fünfzehnter wurde.
Mick Schumacher schied im Hass in Runde Acht aus, als er in die Streckenbegrenzung krachte. Er löste somit die erste Safetycar Phase aus, wobei später sogar das Rennen unterbrochen wurde, weil die Streckenbegrenzung repariert werden musste. Bein Neustart kam es zu eine Kollision von Sergio Perez und Charles Leclerc. der Monegasse wurde von Perez gegen die Begrenzung gedrängt und dabei kam es zu eine Kollision der beiden. Leclerc konnte weiter fahren, wobei Perez in die Streckenbegrenzung krachte. Das Aus für den Mexikaner. Dahinter verzögerte Russell wegen der Kollision und Nikita Mazepin krachte ihm ins Heck. Beide mussten das Rennen beenden. Wieder wurde das Rennen abgebrochen.
Sebastian Vettel musste nach eine Kollision mit Yuki Tsunoda und später auch noch mit Kimi Räikkönen das Rennen mit einem defekten Aston Martin beenden. Zwischenzeitlich lag Vettel sogar auf Position Acht
Start des Rennens
Der Start des Rennens war recht unspektakulär. Kaum Überholmanöver und alle Piloten fuhren sehr diszipliniert ohne Kollisionen.
Schade für Schumacher
Bis zur achten Runde konnte sich der Haas - Pilot sehr gut gegen seinen Teamkollegen Nikita Mazepin und dem Williams Piloten Nicholas Latifi auf Position Achtzehn halten. Doch dann krachte Schumacher, wie auch im Training Charles Leclerc in die Streckenbegrenzung. Das Aus für den Sohn von Michael Schumacher.
Safetycar 1 - Vorteil Mercedes?
Nach dem Unfall von Mick Schumacher kam das Safetycar raus und der Poker um die Boxenstopps begann. Lewis Hamilton kam im Mercedes an die Box. Valtteri Bottas, der vor Verstappen auf Position Zwei lag, machte extrem langsam, um beim Stopp hinter seinem Teamkollegen nicht warten zu müssen. Dabei hielt er Verstappen auf, der sich beschwerte. Doch Verstappen blieb draußen und übernahm zunächst die Führung. Drei Runden hinter dem Safetycar kam dann die rote Flagge und das Rennen wurde unterbrochen, da an der Protect Barriere Reparaturen durchgeführt werden musste. Der Vorteil von Hamilton ging somit verloren, da Max Verstappen in der Box auch den Reifen wechseln durfte.
Neustart 1
Nach der Rotphase kam es zu einem stehenden Neustart in Runde 14. Verstappen auf der Pole vor Hamilton, Bottas und Ocon. Bei Start kam Hamilton besser weg als Verstappen und war fast vorbei. Verstappen konnte jedoch kontern und sich die Führung zurück holen. Dabei kam es fast zu einer Berührung. Esteban Ocon profitierte und ging an Hamilton vorbei. Weiter hinten krachte es wieder und das Rennen musste erneut abgebrochen werden. Charles Leclerc wurde von Perez fast gegen die Wand gedrückt und berührte mit seinem rechten Vorderrad das linke Hinterrad des Red Bull. Dieser drehte sich und krachte an die Wand. Leclerc konnte weiter fahren. Nikita Mazepin kracht ins Heck des Williams von George Russell. Das Aus für beide Fahrer und der doppelte Ausfall für Haas. Möglich, dass Haas beim Abu Dhabi Grand Prix nicht teilnehmen kann, da keine Ersatzteile mehr vorhanden sind. Für die Aktion von Verstappen hätte es eine Strafe geben müssen, da jedoch das Rennen abgebrochen wurde, wurde diese Runde nicht gewertet und die Piloten mussten erneut in der Reihenfolge starten, wie beim Restart zuvor. Doch die Rennleitung bot Red Bull an, die Position Eins an Hamilton abzugeben um eine Strafe zu entgehen. Nach längeren Diskussionen einigte man sich auf Ocon auf Eins vor Hamilton und Verstappen. Merkwürdige Reaktion der Rennleitung, das nach einem Handeln auf einem Bazar glich.
Neustart 2
Der zweite Neustart wurde wieder ein stehender Start. Esteban Ocon startete von der Pole vor Hamilton, der mit den weißen Reifen los fahren wollte. Verstappen entschied sich für die gelben Reifen. Startplatz Vier Lando Norris vor Valtteri Bottas. Ocon startete schlechter als Hamilton, der versuchte an Ocon vorbei zu kommen. Dabei achtete er nicht auf Verstappen, der an der ersten kurve innen an Hamilton vorbei ging. Hamilton und Ocon kollidierten leicht. Der Franzose musste die Kurve abkürzen und gab die Führung an Verstappen ab. Eine Runde später schnappte sich Hamilton den Alpine Piloten auf der Start/Ziel Geraden und machte jagt auf Verstappen.
Kollisionen Tsunoda / Vettel & Räikkönen Vettel
In der 22 Runde rutsche Tsunoda beim Überholversuch auf Vettel. beide drehten sich. Vettel verlor zwei Positionen an die Ferrari, Tsunoda musste mit einem defekten Frontflügel an die Box und erhielt noch eine fünf Sekunden Strafe. Das Virtuelle Safetycar wurde aktiviert. In der Runde 27 kollidierte Vettel erneut, dieses mal mit Räikkönen. Der Finne musste an die Box, eine neue Nase holen. In der 33. Runde ging es dann wieder weiter.
Verstappen von der Rolle?
In Runde 37 versuchte Hamilton an Verstappen in Kurve eins vorbei zu kommen. Verstappen verteidigte sich und beide kollidierten leicht. Dabei hatte Verstappen Lewis Hamilton von der Strecke gedrückt. Um eine Strafe zu entgehen, wollte dieser seinen Konkurrenten vorbei lassen. Dies machte Verstappen vor der DRS - Linie, um ggf. dann noch mal mit DRS an Hamilton vorbei zu kommen. Doch Hamilton wollte möglicherweise auch die DRS - Linie nicht als Erster überfahren, da sonst Verstappen das DRS bekommen hätte. Als dann Verstappen noch langsamer machte, krachte Hamilton ihm ins Heck. Dabei zerstörte Hamilton ich seinen Frontflügel und Verstappen hatte cuts im linken Hinterrad. Beide fuhren erst mal weiter und Verstappen ließ Hamilton doch nicht vorbei. Für das Rausdrücken von der Strecke erhielt Verstappen später eine 5 Sekunden Strafe. Kurz bevor die Strafe ausgerufen wurde, hatte Verstappen sehr kurz Hamilton vorbei gelassen und ihn dann gleich wieder überholt. Nach dem Aussprechen der Sprache lies Verstappen Hamilton doch wieder vorbei und verlor dann Runde um Runde an Zeit. Wegen der Strafe konnte Verstappen auch nicht noch mal rein kommen, um ggf. noch die schnellste Runde mit den roten Reifen zu fahren, da sonst Ocon an ihm vorbei gekommen wäre. Dennoch wird sicherlich der Auffahrunfall, bzw. das starke Verzögern von Verstappen ein Nachspiel haben.
Das Rennende
In der letzten Runde, auf der Zielgeraden, schnappte sich Bottas noch Ocon und wird mit knapp eine Zehntel Vorsprung Dritter. Im Interview entlastete Hamilton den Niederländer, da er keine Informationen hatte, an den Red Bull vorbei zu kommen. Doch bei der Siegerehrung verhielt sich Verstappen unsportlich und verließ das Podium direkt nach der Vergabe der Pokale ohne das Siegerfoto mit den beiden Kontrahenten zu machen. Im Interview meinte Verstappen, dass mit Rosenwasser (in Saudi Arabien ist Champagner bei der Siegerehrung nicht erlaubt) die Siegerfeier keinen Spaß macht.
Rennen zu lange?
Nach den Regularien darf ein Rennen nicht länger als zwei Stunden gehen. Jedoch ging dieses Rennen 2 Stunden und 6 Minuten. Wäre dann Ocon nicht doch Dritter? Wobei die Rotphasen ggf. für die Länge des Rennens nicht ausschlaggebend sein könnte.