Norris mit Machtdemonstration: McLaren dominiert den FP2-Freitag
Lando Norris im McLaren hat den ersten Trainingstag zum Großen Preis von Abu Dhabi mit einer überzeugenden Bestzeit beendet. Der Brite distanzierte seinen WM-Rivalen Max Verstappen im Red Bull um deutliche 0.363 Sekunden. George Russell im Mercedes belegte den dritten Platz.
Im repräsentativen Training bei Dämmerung setzte Lando Norris mit einer Zeit von 1:23.083 auf den Soft-Reifen die klare Tagesbestmarke. Das Duell an der Spitze gewann der McLaren-Pilot damit eindeutig, während Max Verstappen erneut über leichte Probleme mit dem Boliden klagte.
Hinter den Top Drei zeigte Nico Hülkenberg im Kick Sauber eine beeindruckende Leistung. Der Deutsche fuhr auf einen starken fünften Platz und lag damit direkt hinter dem sensationellen Ollie Bearman im Haas (P4). Hülkenbergs Teamkollege Gabriel Bortoleto bestätigte die hervorragende Form des Teams auf Rang sechs.
Im Fokus stand auch die Rückkehr von Oscar Piastri im McLaren, der das FP1 noch ausgelassen hatte. Der zweite WM-Kandidat tat sich jedoch schwer und beendete seine Qualifying-Simulation lediglich auf Platz elf, außerhalb der Top Ten.
Sessionverlauf: Starke Rookies und knappe Situationen
Nachdem im ersten Training noch neun Nachwuchsfahrer im Einsatz waren, kehrten im FP2 alle Stammpiloten zurück, darunter Oscar Piastri. Trotz kurzfristiger Arbeiten der Mechaniker am McLaren des Australiers verlief dessen Einstieg planmäßig.
Für die erste brenzlige Szene sorgten jedoch die Titelrivalen. Beim Herausfahren aus Kurve 1 kam es beinahe zu einer Kollision zwischen Verstappen und Norris, da es offenbar Kommunikationsprobleme zwischen Verstappen und seinem Renningenieur gab. Die Rennleitung untersuchte den Vorfall, sah jedoch von einer Strafe ab.
In der Anfangsphase der Session waren es vor allem die Youngster, die glänzten: Isack Hadjar im Racing Bulls führte zwischenzeitlich die Zeitenliste an. Nach dem obligatorischen Wechsel auf die weichen Reifen zog Lando Norris mit seiner Bestzeit davon.
Die Mitte der Session war von Qualifying-Simulationen geprägt. Carlos Sainz im Williams hatte bei den schnellen Kurven 2 und 3 einen \"dramatischen Ausbrecher,\" den er nur mit Mühe abfangen konnte. Sein Teamkollege Alex Albon hatte indes mit offensichtlichen Motorproblemen zu kämpfen. Lewis Hamilton im Ferrari landete am Ende des Klassements auf einem unauffälligen 15. Platz.
Nach Abschluss der schnellen Runs verlagerte sich der Fokus auf die Long Runs, sodass die Bestzeit von Norris bis zum Fallen der Zielflagge Bestand hatte.