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© Xavier Bonilla
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Monaco FP3

Leclerc glänzt im Training, Drama um Hamilton

Monte Carlo | 24.05.2025 10:30 UTC
Bericht

Monaco FP3: Leclerc sichert sich Trainings-Hattrick, Hamilton mit Crash-Aus

Charles Leclerc hat seine beeindruckende Form im Fürstentum fortgesetzt und sich auch im dritten freien Training zum Großen Preis von Monaco die Bestzeit gesichert. Die Session endete jedoch vorzeitig unter Rot, nachdem sein Teamkollege Lewis Hamilton im Ferrari in die Streckenbegrenzung einschlug.

Die Teams und Fahrer nutzten die letzte Stunde des Trainings auf den engen Gassen Monacos, um das bestmögliche Setup für ihre Boliden zu finden, bevor am Samstagnachmittag das entscheidende Qualifying ansteht. Zu Beginn der Session waren die Streckenbedingungen allerdings noch nicht optimal, was dazu führte, dass viele Piloten die ersten 10 Minuten in ihren Garagen verbrachten. Franco Colapinto war der erste, der im Alpine auf Soft-Reifen gezeitete Runden fuhr, die jedoch noch mehrere Sekunden von den Freitagszeiten entfernt waren. Liam Lawson war der einzige weitere Fahrer, der in dieser Phase Gas gab und meldete seinem Racing Bulls-Team über Funk, dass der „Grip der Strecke sehr gering“ sei.

Nico Hülkenberg im Kick Sauber setzte auf Medium-Reifen eine erste Bestzeit von 1:13.916, kam aber später am letzten Kurvenausgang nach einem Verbremser beinahe mit der Leitplanke in Kontakt, konnte jedoch unbeschadet rückwärts ausparken und weiterfahren.

Hamilton im Ferrari reihte sich zunächst auf Soft-Reifen auf dem zweiten Platz ein, klagte jedoch über Funk, dass „das Heck sehr rutschig“ sei. Kurz darauf purzelten die Zeiten, als die Top-Fahrer auf die Strecke gingen. Lando Norris im McLaren setzte eine 1:12.970 auf den Soft-Reifen, bevor seine Runde von Freitags-Spitzenreiter Leclerc unterboten wurde. Max Verstappen im Red Bull und Yuki Tsunoda im zweiten Red Bull schoben sich nach rund 20 Minuten auf die Plätze drei und vier vor.

Leclerc und Norris lieferten sich daraufhin ein persönliches Duell an der Spitze: Zuerst übernahm der McLaren-Pilot mit einer 1:12.347 erneut die Führung, Leclerc konterte mit einer neuen Bestmarke von 1:12.199, woraufhin Norris sofort antwortete und sich um weniger als ein Zehntel verbesserte.

Der amtierende Weltmeister Verstappen im Red Bull setzte sich dann an die Spitze und war der erste Fahrer des Tages, der die 1:12-Grenze knackte. Er fuhr eine 1:11.961 auf Medium-Reifen. Diese Zeit verbesserte er zunächst auf 1:11.653, dann auf 1:11.233. Letztere war sogar schneller als Leclercs beste Zeit vom Freitag, als die Session die Halbzeit erreichte.

In den letzten 15 Minuten standen Qualifying-Simulationen auf dem Programm, wobei die meisten Fahrer schnelle Runden, Abkühlrunden und erneute Attacken fuhren. Verstappen beklagte auf Soft-Reifen „Ich habe keinen Grip“, nachdem er seine Zeiten nicht mehr verbessern konnte.

Knapp über fünf Minuten vor Schluss kehrte Leclerc im Ferrari mit einer 1:11.179 auf Soft-Reifen an die Spitze zurück, bevor er eine 1:10.953 setzte, die als Bestzeit Bestand haben sollte. Denn die roten Flaggen wehten knapp zwei Minuten vor Ende der Session.

Aussagen der Piloten und Team-Herausforderungen

Lewis Hamilton (Ferrari): \"Das Heck rutscht stark\", funkte Hamilton noch, bevor er in der Casino Square-Sektion hart in die Barriere in Massenet einschlug. Hamilton, der zu diesem Zeitpunkt die fünftschnellste Zeit gefahren hatte, musste sein Auto abstellen. Für das Ferrari-Team beginnt nun ein Wettlauf gegen die Zeit, um den Schaden am Boliden noch vor dem Qualifying in wenigen Stunden zu beheben.


Das Ergebnis der Session:

Leclerc beendete das Training an der Spitze, gefolgt von Verstappen im Red Bull. Norris und Oscar Piastri im zweiten McLaren komplettierten die Top Vier.

Alex Albon im Williams war der beste Williams-Pilot auf Platz sechs, gefolgt von Lawson im Racing Bulls und Carlos Sainz im Williams. Tsunoda im Red Bull und Kimi Antonelli im Mercedes belegten die Plätze neun und zehn, noch vor Teamkollege George Russell im Mercedes, der auf dem elften Platz mit der Pace haderte.

Fernando Alonso im Aston Martin, Hülkenberg im Kick Sauber und Pierre Gasly im Alpine beendeten das Training auf den Plätzen zwölf bis vierzehn. Lance Stroll im Aston Martin folgte als Fünfzehnter; der Kanadier muss im Qualifying eine Startplatzstrafe für seinen Zwischenfall mit Leclerc im FP1 absitzen.

Ollie Bearman im Haas, der eine 10-Plätze-Startplatzstrafe für einen Rot-Flaggen-Verstoß im FP2 erhalten wird, belegte den 16. Platz. Isack Hadjar im Racing Bulls trennte ihn von seinem Haas-Teamkollegen Esteban Ocon auf Platz 18. Gabriel Bortoleto im Kick Sauber und Colapinto im Alpine schlossen die Zeitenliste ab.

Monaco verspricht somit ein hochspannendes Qualifying, in dem jeder Fehler teuer bezahlt wird. Die Teams haben nur wenige Stunden Zeit, um die Daten aus dem FP3 zu analysieren und ihre Autos perfekt auf die entscheidende Session abzustimmen.

 

Ergebnisse
PosFahrer Runden Zeit Rückstand IntervallSpeed
1 25 1:10.953 – – 169.312 km/h
2 23 1:11.233 +0.280 +0.280 168.646 km/h
3 23 1:11.247 +0.294 +0.014 168.613 km/h
4 21 1:11.398 +0.445 +0.151 168.256 km/h
5 26 1:11.516 +0.563 +0.118 167.979 km/h
6 24 1:11.668 +0.715 +0.152 167.622 km/h
7 33 1:11.814 +0.861 +0.146 167.282 km/h
8 24 1:11.893 +0.940 +0.079 167.098 km/h
9 21 1:11.952 +0.999 +0.059 166.961 km/h
10 23 1:12.013 +1.060 +0.061 166.819 km/h
11 22 1:12.066 +1.113 +0.053 166.697 km/h
12 22 1:12.101 +1.148 +0.035 166.616 km/h
13 25 1:12.125 +1.172 +0.024 166.560 km/h
14 20 1:12.194 +1.241 +0.069 166.401 km/h
15 24 1:12.202 +1.249 +0.008 166.383 km/h
16 20 1:12.251 +1.298 +0.049 166.270 km/h
17 30 1:12.271 +1.318 +0.020 166.224 km/h
18 25 1:12.499 +1.546 +0.228 165.701 km/h
19 28 1:12.601 +1.648 +0.102 165.468 km/h
20 32 1:12.851 +1.898 +0.250 164.900 km/h
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